- 17.06.2026, 15:42:03
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Die Reise von Schönbrunn bis zum Großglockner: Neue Ausstellung zum 170. Jahrestag des Kaiserbesuchs auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Mit dem Jubiläumsjahr 2026 rückt die Großglockner Hochalpenstraße ein besonderes Kapitel österreichischer Geschichte in den Mittelpunkt: Vor 170 Jahren erreichten Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth den Fuß des Großglockners. Neue Ausstellungen, ein Panoramaweg und eine feierliche Eröffnung auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe machen die historische Reise von Schönbrunn bis zum Großglockner neu erlebbar.
Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (Nationalpark Hohe Tauern): Vor 170 Jahren wurde die Region rund um den Großglockner zum Schauplatz eines besonderen historischen Moments: Im Sommer 1856 erreichten (am 7. September) Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth, besser bekannt als ‚Sisi‘, den Fuß des Großglockners. Was heute für Besucherinnen und Besucher ein spektakulärer Aussichtspunkt auf Österreichs höchsten Berg und die Pasterze (dem längsten Gletscher der Ostalpen) ist, war damals Teil einer sehr aufwendigen und beschwerlichen Reise des jungen Kaiserpaares durch die südlichen Kronländer und damit nach Kärnten und Tirol. Anlässlich dieses Jubiläums, dem Kaiserbesuch vor 170 Jahren, widmet die Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG) im Jahr 2026 ein eigenes Erlebnis- und Ausstellungsjahr auf der später nach diesem benannten Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.
Im Zentrum steht die neue Ausstellung „Gipfeltreffen Eurer Majestäten“, die den historischen Besuch am 6. und 7. September 1856 aus einer zeitgemäßen Perspektive beleuchtet. Statt einer verklärten Darstellung rückt die Schau die politischen, gesellschaftlichen und persönlichen Rahmenbedingungen monarchischer Reisen in den Vordergrund. Historische Grafiken, Berichte und moderne Inszenierungen zeichnen die Reise von Wien bis ins Hochgebirge der Hohen Tauern (damals ‚Norische Alpen‘) nach und zeigen, dass der Besuch am Großglockner weit mehr war als ein symbolträchtiger Ausflug.
„Mit dem Jubiläum wollen wir Geschichte dort erlebbar machen, wo sie sich in besonderer Weise mit Natur und Landschaft verbindet. Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe auf knapp 2.400m ist ein Ort mit großer Symbolkraft. Die neue Ausstellung eröffnet einen spannenden, zeitgemäßen Blick auf den historischen Kaiserbesuch und macht deutlich, welche Bedeutung dieses Ereignis bis heute für den Großglockner hat“, so Johannes Hörl, Vorstand der Großglockner Hochalpenstraßen AG.
Begleitend dazu widmet sich die Ausstellung „Tafeln wie ein Kaiser“ den kulinarischen Vorlieben Kaiser Franz Josephs und der Esskultur am Wiener Hof. Sie verbindet kulturhistorische Einblicke mit persönlichen Geschichten aus dem Alltag der Monarchie und ergänzt damit den historischen Schwerpunkt um eine genussvolle Facette.
Ein weiterer Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist der neue Kaiser-Franz-Josef-Panoramaweg. Der leicht begehbare Rundweg (rund 1,4 km) führt von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe hinauf zum Kaiserstein und wieder zurück. Entlang mehrerer Stationen erfahren Besucherinnen und Besucher Wissenswertes über das Leben des Kaisers, seine Reise nach Kärnten, die Begegnung mit der Hochgebirgswelt rund um den Großglockner sowie über persönliche Vorlieben des Monarchen und seiner Gattin Sisi. Der Weg verbindet eindrucksvoll Naturerlebnis und Geschichtsvermittlung inmitten des alpinen Panoramas.
Zu den besonderen Gästen der feierlichen Ausstellungseröffnung auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe zählte Markus Emanuel Salvator von Habsburg-Lothringen. Als Urenkel von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth sowie Enkel ihrer jüngsten Tochter, Erzherzogin Marie Valerie, besteht eine unmittelbare familiäre Verbindung zum historischen Anlass. Die von Marie Valerie geerbte Kaiservilla in Bad Ischl ging später in seinen Besitz über.
Persönliche Einblicke und ein besonderes historisches Fundstück
Einen besonders persönlichen Einblick in die Beziehung des Kaiserpaares geben Zitate aus ausgewählten Briefen Franz Josephs an Elisabeth, die in der Ausstellung zu lesen sind. Darin wird deutlich, wie sehr sein Leben von der Spannung zwischen persönlicher Zuneigung und kaiserlicher Pflichterfüllung geprägt war. So schrieb er 1859 an seine Frau, sein größter Wunsch sei es, sie wieder zu umarmen, doch dürfe man sich in schwierigen Zeiten nicht allein „von den Gefühlen des Herzens“ leiten lassen. Ein besonderes historisches Zeugnis wurde zudem im Zuge der Recherchen zur Ausstellung in der Sakristei von Heiligenblut wiederentdeckt: eine Kasel, also ein liturgisches Messgewand, die Kaiserin Elisabeth der Pfarre nach ihrer Reise zum Großglockner als Geschenk zukommen ließ. Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Gewand aus der Barockzeit (17. und frühen 18. Jahrhundert) stammt; seine genaue Herkunft und Geschichte sollen noch weiter erforscht werden.
Historisch wertvolle Exponate und Bilddokumenten wurden auch zur Verfügung gestellt von der Sektion „Kulturelles Erbe“ des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus.
Ein weiterer besonderer Beitrag zum Jubiläumsjahr sind die eigens für diesen Anlass kreierten Dirndln „Kaiserblick“ und „Sisi“ aus dem Salzburger Heimatwerk. Die Entwürfe des bekannten Trachten-Designers Toni Golser verbinden traditionelles Handwerk, historische Anklänge und eine zeitgemäße gestalterische Handschrift. Der besondere Stoff aus Kärnten (der Traditionsfirma Seidra aus Dresach) unterstreicht dabei – wie die Großglocknerstraße selbst – auch symbolisch die freundschaftliche Verbindung zwischen Salzburg und Kärnten. Die Dirndln machen das Jubiläum auf textile Weise sichtbar und setzen einen eigenständigen kulturellen Akzent innerhalb der Eröffnung und des Gesamtprogramms.
„Mit den Dirndln ‚Kaiserblick‘ und ‚Sisi‘ leistet das Salzburger Heimatwerk einen besonderen Beitrag zum Jubiläumsjahr 2026. Das Alltagsdirndl ‚Sisi‘ mit Henndorfer Rüsche und Leinen aus Kärnten verbindet die Traditionen Salzburgs und Kärntens und steht für hochwertige, regionale Handwerkskunst. Das Couture-Dirndl ‚Kaiserblick‘ greift die beeindruckende Kulisse des Großglockners auf und übersetzt sie in textile Form. Das geschnürte Oberteil aus royal-blauem Samt, der schwarze Wollrock mit der markanten Bergsilhouette sowie die von Hand mit Silberfaden gestickte Kaiserkrone am Rücken und auf der Schärpe machen das Modell zu einem außergewöhnlichen Einzelstück. Ergänzt wird das Ensemble durch eine handgefertigte Bluse der Hemdenmacherin Valentin und einen Hut aus der Hutmanufaktur Bittner in Bad Ischl. Wir freuen uns sehr, diese Kreationen an diesem besonderen Ort präsentieren zu dürfen – umso mehr, als auch das Salzburger Heimatwerk im Jahr 2026 selbst ein Jubiläum feiert“, sagt Gundi Schirlbauer vom Salzburger Heimatwerk.
„Für Heiligenblut am Großglockner und die Region Oberes Mölltal ist dieses Jubiläum eine schöne Gelegenheit, ein prägendes historisches Ereignis neu ins Bewusstsein zu rücken. Der Besuch des Kaiserpaares ist eng mit der Geschichte dieses Ortes und der Region verbunden. Es freut uns sehr, dass diese Erinnerung auf so hochwertige und zugleich zeitgemäße Weise in einem Gemeinschaftsprojekt von Gemeinde und TVB-Heiligenblut am Großglockner, GROHAG, Gastronomie-Betriebe Sauper und dem Land Kärnten aufgegriffen und so großartig umgesetzt wurde“, sagt Martin Lackner, Bürgermeister von Heiligenblut am Großglockner.
Eröffnet wurde das Jubiläumsjahr am 17. Juni 2026 auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe mit einem festlichen Programm. Musikalischer Empfang, Ansprachen, eine inszenierte Eröffnung und ein anschließendes Mittagessen mit kaiserlichen Speisen schlagen dabei eine Brücke zwischen historischer Erinnerung, kultureller Inszenierung und alpiner Erlebniswelt. Eine besondere Rolle kommt dabei Klaus Panholzer, Geschäftsführer der Schönbrunn Group und Präsident von Austrian Leading Sights zu, der die feierliche Eröffnung mitgestaltet und damit auch symbolisch als Bindeglied dieser historischen Reise von Schönbrunn bis zum Großglockner auftritt. Als besonderes Gastgeschenk bringt er zudem einen Schönbrunn Wein mit auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und setzt damit einen zusätzlichen Akzent, der die Verbindung zwischen dem kaiserlichen Ausgangspunkt der Reise und ihrem historischen Ziel sichtbar macht.
„Die Reise von Schönbrunn bis zum Großglockner steht exemplarisch für ein Stück österreichischer Geschichte, das zwei bedeutende Orte auf besondere Weise miteinander verbindet. Umso schöner ist es, dieses Jubiläum gemeinsam mit der Großglockner Hochalpenstraße mitgestalten zu dürfen. Dass wir mit einem Schönbrunn Wein auch ein symbolisches Gastgeschenk aus dem kaiserlichen Ursprung dieser Reise mitbringen können, unterstreicht diese Verbindung auf sehr stimmige Weise“, so Klaus Panholzer, Geschäftsführer der Schönbrunn Group.
„Mit der Ausstellung möchten wir den Blick hinter die oft idealisierten Bilder dieser Reise lenken. Im Mittelpunkt stehen nicht nur die symbolische Kraft des Kaiserbesuchs, sondern auch die gesellschaftlichen, politischen und ganz menschlichen Dimensionen eines solchen Aufbruchs. Gerade dieser differenzierte Zugang macht die Reise von Schönbrunn bis zum Großglockner heute wieder spannend und erzählbar“, sagt Sibylle Kampl, Kuratorin der Ausstellung.
„Die Großglockner Hochalpenstraße im Herzen des Nationalpark Hohe Tauern verbindet seit Jahrzehnten Naturerlebnis, Geschichte und Kultur auf einzigartige Weise. Das Jubiläum 170 Jahre Kaiserbesuch zeigt eindrucksvoll, wie eng die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe mit der österreichischen Geschichte verbunden ist. Besonders schön ist, dass mit den Ausstellungen, dem neuen Panoramaweg und den eigens gestalteten Dirndln ein zeitgemäßer Zugang geschaffen wird, der Geschichte lebendig und für Gäste unmittelbar erlebbar macht“, so Maximilian Aigner, Landesrat des Landes Salzburg.
„Die Großglockner Hochalpenstraße ist ein Aushängeschild unseres Bundeslandes und ein bedeutender touristischer Motor für die gesamte Region. Die neuen Ausstellungen und der Panoramaweg zum 170-jährigen Jubiläum des Kaiserbesuchs erweitern das Angebot hier auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und werten das beliebte Ausflugsziel weiter auf. Die gelungene Verbindung von Geschichte, Natur und Tourismus macht ein wichtiges Stück gemeinsamer Geschichte von Kärnten und Salzburg neu erlebbar“, sagt Martin Gruber, Landeshauptmann-Stellvertreter des Landes Kärnten.
Mit Ausstellungen, Panoramaweg und neuen Perspektiven auf die Geschichte macht die Großglockner Hochalpenstraße das Jubiläum „170 Jahre Kaiserbesuch am Großglockner“ zu einem besonderen Höhepunkt des Jahres 2026. Die Reise von Franz Joseph und Sisi wird damit nicht nur in Erinnerung gerufen, sondern an jenem Ort neu erlebbar gemacht, an dem sich einst das symbolische „Gipfeltreffen“ von Kaiser und Großglockner ereignete.
Weitere Bilder und auch Videomaterial finden Sie (am späteren Nachmittag) in unserer Mediathek unter folgendem Link: https://www.grossglockner.at/l.ni
Rückfragen & Kontakt
Großglockner Hochalpenstraßen AG
Mag.a Patricia Lutz
Telefon: +43 662 873 673 116 oder +43 664 531 94 69
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.grossglockner.at
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