- 16.06.2026, 12:54:32
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SPÖ-Grossmann: Verbot von Nudifier-Apps ist wichtiger Schritt, aber noch nicht das Ende des Weges
EU-Abgeordnete begrüßt EU-weites Verbot von Nudifier-Apps und drängt auf weitere Maßnahmen gegen digitale Gewalt
Das Europäische Parlament hat heute im Rahmen der Abstimmung über den KI-Omnibus ein Verbot sogenannter Nudifier-Apps beschlossen. Dabei handelt es sich um Anwendungen, mit denen Frauen und Mädchen mithilfe Künstlicher Intelligenz virtuell entkleidet und sexualisierte Bilder ohne ihre Zustimmung erstellt werden können. SPÖ-EU-Abgeordnete und frauenpolitische Sprecherin Elisabeth Grossmann begrüßt diesen Schritt: „Die Zeiten, in denen Frauen und Mädchen mit nur einem einzigen Klick digital entkleidet und bloßgestellt werden können, sind vorbei. Mit dem heutigen Beschluss werden sogenannte Nudifier-Apps ab dem 2. Dezember 2026 EU-weit verboten. Das ist ein wichtiger Schritt gegen digitale Gewalt und für mehr Sicherheit von Frauen und Mädchen im Netz. Gleichzeitig ist die Arbeit damit noch nicht getan. Denn auch wenn das Erstellen von Nacktbildern künftig verboten wird, bleiben weiterhin Lücken offen. KI-generierte Bikini-Bilder sind etwa nicht von diesem Verbot umfasst. Doch digitale Gewalt beginnt nicht erst dort, wo ein Körper vollständig entkleidet wird. Auch manipulierte Bilder in Unterwäsche, sexualisierte Posen oder andere entwürdigende KI-Darstellungen können Frauen abwerten und in ihr Selbstbestimmungsrecht eingreifen.“ ****
Grossmann weiter: „Die Debatte rund um KI-generierte Nacktbilder hat in den letzten Monaten eine wichtige Diskussion über digitale Gewalt an Frauen angestoßen. Sie hat gezeigt, dass jede Frau betroffen sein kann, von Politikerinnen, TV-Moderatorinnen über Journalistinnen bis hin zu Privatpersonen. Umso wichtiger ist es, dass wir diesen Schwung jetzt mitnehmen und mehr tun, um Frauen online zu schützen. Denn ob durch Hasskommentare, Morddrohungen, ungefragt zugesandte Dickpics oder sexualisierte Deepfakes: Frauen werden im digitalen Raum von allen Seiten angegriffen. Das Verbot von Nudifier-Apps ist deshalb ein wichtiger Schritt, aber noch lange nicht das Ende des Weges.“ (Schluss) jw/lw
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