- 16.06.2026, 09:16:32
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Elektrohandel: Auslaufen der Geräte-Retter-Prämie ist falsches Signal
Obmann Pfarrwaller: Sowohl Betriebe als auch Konsument:innen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen statt Förder-Stop-and-Go
Das Auslaufen der Geräte-Retter-Prämie ist aus Sicht des Elektrohandels ein völlig falsches Signal. Gerade erst wurde der Reparaturbonus als Geräte-Retter-Prämie neu aufgesetzt – mit reduziertem Budget und verändertem Produktumfang. Kaum haben sich Betriebe und Konsument:innen darauf eingestellt, soll die Förderung wieder beendet werden. Dieses ständige An- und Abschalten von Fördermaßnahmen führt zu massiver Verunsicherung und löst Zurückhaltung bei Reparatur- und Kaufentscheidungen aus.
„Bereits die Unterbrechung des Reparaturbonus hat deutlich gezeigt, welche Folgen fehlende Planungssicherheit hat: Konsument:innen warten ab – sowohl bei Reparaturen als auch bei Neuanschaffungen. Für die Betriebe bedeutet das, dass sie Personal abbauen und bereits aufgebaute Infrastruktur wieder zurückfahren oder anpassen müssen. Was es braucht, sind verlässliche Rahmenbedingungen, damit Unternehmen langfristig planen können und Konsument:innen nicht verunsichert werden. Nur so können Reparaturangebote ausgebaut und dauerhaft am Markt verankert werden“, betont Robert Pfarrwaller, Obmann des Bundesgremiums Elektro- und Einrichtungsfachhandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
Die Geräte-Retter-Prämie ist ein wirksames Instrument für Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und regionale Wertschöpfung. Reparaturen vermeiden Elektroschrott, sparen Rohstoffe und CO₂ und stärken heimische Fachbetriebe. Zudem unterstützt die Prämie zentrale Anforderungen der EU-Right-to-Repair-Richtlinie. Es stellt sich daher die Frage, welche gleichwertige Maßnahme an ihre Stelle treten soll. Die Beendigung der Geräte-Retter-Prämie ist jedenfalls das falsche Signal. Eine Fortführung über 2026 hinaus ist im Sinne der Umwelt und der Wirtschaft dringend gefordert.
Pfarrwaller hält fest: „Was Konsument:innen und Betriebe brauchen, ist Beständigkeit statt Förder-Stop-and-Go.“ (PWK295/DFS)
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