• 11.06.2026, 13:48:32
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Kärnten erhält europaweit einzigartiges COMET-Zentrum

LH Fellner, Lakeside Labs, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und BABEG präsentierten Details: 22,8 Millionen Euro für Forschung der Zukunft

Klagenfurt (OTS) - 

Stromausfälle, Extremwetter, Cyberangriffe oder Krisen zeigen, wie wichtig widerstandsfähige Systeme für unser tägliches Leben geworden sind. Genau daran wird künftig in Kärnten geforscht: Der Bund erteilte dem Autonomic Resilience in Dynamic Networked Systems Center (ARC) der Lakeside Labs GmbH den Zuschlag für ein COMET-Zentrum, also für ein Spitzenforschungszentrum. Künftig entwickelt die Lakeside Labs gemeinsam mit führenden Forschungs- und Wirtschaftspartnern Lösungen für eine sichere und widerstandsfähige Zukunft. Besonders bemerkenswert: Kärnten konnte sich in einem hochkompetitiven Auswahlverfahren gegen mehrere exzellente Forschungsanträge durchsetzen.

„Kärnten spielt bei Forschung in der Champions League mit“, betonte Technologiereferent LH Daniel Fellner als Andeutung auf die beginnende Fußball-WM. „Dass Kärnten den Zuschlag erhalten hat, ist großartig und richtungsweisend. Die Forschung, die hier betrieben wird, ist europaweit einzigartig – und hat ungeheures Zukunftspotenzial. Das Zentrum macht Kärnten zu einem Vorreiter im Bereich der Hochtechnologie und Forschung“, zeigte sich der Landeshauptmann im Rahmen einer Pressekonferenz begeistert. „Resilienz entscheidet künftig darüber, wie gut wir mit Krisen, Naturereignissen oder technologischen Herausforderungen umgehen können. Dass Kärnten hier eine führende Rolle einnimmt, ist ein starkes Signal“, betonte Fellner.

Der wissenschaftliche Leiter Christian Bettstetter von den Lakeside Labs führte das genauer aus: Resilienz bedeute demnach, dass Systeme die Fähigkeit haben standzuhalten, sich von Störungen zu erholen sowie aus Störungen zu lernen und sich zu verbessern. Das solle semiautonom passieren, der Mensch treffe also wichtige Entscheidungen mit. Für das neue „Autonomic Resilience Center“ (ACR) habe man bereits 16 Projekte ausgearbeitet und ein Konsortium gegründet. Die Forschungsergebnisse seien auch dafür gedacht, die Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Freiheit in Europa zu bewahren, so der Forscher. Primäre Themen seien Energienetze, die industrielle Produktion und Organisationen. Bei einem Forschungsprojekt gehe es zum Beispiel um komplett unerwartete Ereignisse, „die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können“.

Wie Lakesiede Labs Geschäftsführerin Claudia Prüggler ausführte, werde das Forschungszentrum ab Jänner 2027 mit einem Budget von 22,8 Millionen Euro seine Arbeit aufnehmen. „Wir haben bereits sieben wissenschaftlichen Partner aus mehreren Ländern Europas, 18 nationale und internationale Unternehmen sowie zehn assoziierte wissenschaftliche Partner“, erklärte Prüggler. Finanziert wird das Forschungszentrum durch Mittel des Bundes, der beteiligten Länder sowie der beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Vom Budget von 22,8 Mio. Euro kommen laut Prüggler 50 Prozent von der öffentlichen Hand – Bund, Kärnten, Burgenland, Tirol – und 50 Prozent von Unternehmen sowie wissenschaftlichen Partnern. „Als COMET-Zentrum werden wir natürlich auch wachsen, ja, wir werden uns verdoppeln und 30 neue Arbeitsplätze schaffen“, freute sich Prüggler.

Darüber zeigte sich auch Rektorin Ada Pellert von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt begeistert: „Hier zeigt sich die wissenschaftliche Exzellenz der Uni und der Lakeside Labs“, sagte sie über das COMET-Forschungszentrum. Der Zuschlag für Kärnten sei „ein enormer Erfolg für unseren Forschungsstandort.“ Pellert dankte vor allem auch den Industriepartnern. Und sie ist überzeugt: „Aus dem gesamten Feld heraus wird sich in Kärnten einiges entwickeln.“

Nicht minder erfreut ist Babeg-Geschäftsführer Markus Hornböck: „Wir schaffen hier für den Standort einen enormen Mehrwert. Wir haben in Kärnten hohe Exzellenz im wichtigen Feld, wo Wissenschaft in die Anwendung geht.“ Das COMET-Zentrum werde, so Hornböck, dazu beitragen, internationale Talente anzuziehen, zusätzliche Forschungsinvestitionen in die Region zu holen und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen nachhaltig zu erhöhen. Den Förderbeitrag des Landes Kärnten bezifferte er mit knapp über drei Mio. Euro.

(SERVICE: Infos unter: https://lakeside-labs.com/)

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