- 11.06.2026, 09:45:32
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Medikamente nicht der Sommerhitze aussetzen
PHAGO warnt vor dem Start in den Reisesommer 2026: Hitze gefährdet die Wirksamkeit von Arzneimitteln
Österreich steht vor einem der heißesten Sommer der vergangenen Jahre. Schon im Mai wurden in mehreren Bundesländern frühe Hitzetage registriert. Der Verband der österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhändler PHAGO warnt daher eindringlich: Medikamente dürfen nicht im Auto, nicht in der Sonne und nicht ungeschützt in der Sommerhitze liegen. Hitze kann die Wirksamkeit empfindlicher Präparate massiv beeinträchtigen und im Extremfall vollständig zerstören.
Mila Pohl, stellvertretende Generalsekretärin von PHAGO, erklärt, dass Arzneimittel in der warmen Jahreszeit besonders gefährdet sind. Der Großhandel gewährleistet eine lückenlose Einhaltung der vorgeschriebenen Temperaturbereiche. Damit Medikamente sicher wirken, müssen auch Patientinnen und Patienten im Alltag und auf Reisen auf die richtige Lagerung achten.
Österreichs Arzneimittelversorgung ist hitzeresistent – aber nur bis zur Haustür
Der Arzneimittel-Vollgroßhandel lagert den gesamten Vorrat für Österreich in 23 Standorten. Mehr als 40.000 medizinische Artikel werden dort in streng kontrollierten Temperaturzonen zwischen minus 70 und plus 25 Grad Celsius aufbewahrt. Monatlich gelangen rund 20 Millionen Arzneimittelpackungen von der Industrie in die Apotheken.
Für den Transport kommen speziell ausgestattete Lieferfahrzeuge und Kühlboxen zum Einsatz. Die Kühlkette bleibt bis zur Apotheke durchgehend stabil. Danach liegt die Verantwortung bei den Patientinnen und Patienten.
8 Millionen Kühlartikel pro Jahr sind besonders gefährdet
Über 8 Mio. Arzneimittelpackungen werden jährlich von den PHAGO-Mitgliedern gekühlt bei 2 bis 8 Grad an die Apotheken geliefert. Dazu gehören Insulin, viele Impfstoffe, bestimmte Asthma-Dosieraerosole und einige Augentropfen. Schon kurze Hitzeeinwirkung kann die Wirksamkeit reduzieren. Einfrieren ist ebenso schädlich wie Überhitzung.
Die wichtigsten Tipps für den Sommer und auf Reisen
Medikamente nicht im Auto lassen: Im Auto können Temperaturen von über 60 Grad Celsius entstehen. Medikamente verlieren dort unbemerkt ihre Wirkung.
Richtige Lagerung zu Hause: Die Hausapotheke gehört in den kühlsten Raum der Wohnung. Ideal sind 15 bis 25 Grad Celsius.
Kühlpflichtige Präparate schützen: Für unterwegs eignen sich Isoliertaschen oder kleine Kühlboxen. Medikamente nicht direkt auf das Kühlelement legen.
Flugreisen: Handgepäck verwenden: Im Frachtraum herrschen extreme Temperaturschwankungen. Medikamente gehören ins Handgepäck.
Mila Pohl: „Hitze sieht man Medikamenten nicht an. Eine Tablette kann völlig normal aussehen und trotzdem ihre Wirkung verloren haben. Wer Arzneimittel richtig lagert, schützt nicht nur ein wertvolles Produkt, sondern vor allem die eigene Gesundheit.“
Rückfragen & Kontakt
PHAGO
Dr. Monika Vögele
Mag. Mila Pohl
Telefon: +43 (0) 1 71 72 8 794
E-Mail: [email protected]
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