• 10.06.2026, 17:55:32
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Eder/Kugler/Marchetti/Zarits: Fairness im Frauensport sicherstellen

ÖVP-Abgeordnete: Frauenbewerbe sollen auch solche bleiben - FPÖ-Antrag verkennt Zuständigkeiten

Wien (OTS) - 

„Der FPÖ-Antrag, den wir heute im Nationalrat diskutieren, richtet sich an die falsche Adresse: Die konkreten Teilnahmebestimmungen werden nicht von Bundesregierung oder Parlament, sondern von autonomen, vielfach internationalen Sportverbänden festgelegt. Wir unterstützen allerdings das grundsätzliche Ziel des Antrags, Sportlerinnen in diesem Zusammenhang vor Benachteiligung, Gesundheitsgefährdung und Verlust von Chancengleichheit zu schützen. Frauenbewerbe sollen auch Frauen vorbehalten bleiben. Der Antritt von sogenannten Transgender-Frauen bzw. trans-identifizierten Männern in Frauenwettbewerben steht Fairness und Chancengleichheit im Sport entgegen“, erklärten heute die ÖVP-Menschenrechtssprecherin Abg. Gudrun Kugler und die ÖVP-Abg. und ehemalige Spitzensportlerin Heike Eder anlässlich der Debatte „Schutz des Frauensports – Teilnahmepflicht nach dem biologischen Geschlecht“ im Nationalrat.

Auch ÖVP-Abg. Nico Marchetti unterstreicht: „Der FPÖ-Antrag ist absolut deplatziert – er richtet sich an die falsche Adresse – die Zuständigkeit für die konkreten Teilnahmebestimmungen liegt nicht bei der Bundesregierung oder dem Parlament. Diese Regeln werden von autonomen, vielfach internationalen Sportverbänden festgelegt.“ Marchetti begrüßt allerdings ausdrücklich, „dass der Schutz des Frauensports und die Bedeutung biologischer Unterschiede weltweit wieder in den Mittelpunkt rücken. Frauen und Mädchen haben ein Recht auf fairen und sicheren Sport – und genau dieses Recht schützen wir, indem wir Frauen ihre eigene Kategorie sichern und die Einteilung im Sport an biologischen Voraussetzungen orientieren. Das ist keine Frage der Ausgrenzung, sondern eine Frage der Fairness. Ein fairer Wettbewerb ist die Grundlage für Leistung, Anerkennung und sportlichen Erfolg. Menschen, die sich als trans identifizieren, sollen selbstverständlich weiter Sport treiben, aber in jener Kategorie, die ihrem biologischen Geschlecht entspricht.“

ÖVP-Sportsprecher Abg. Christoph Zarits verweist ebenfalls auf die Zuständigkeitsverteilung: „Der FPÖ-Antrag überschreitet die Zuständigkeiten des Nationalrats und lässt die Autonomie der Sportverbände außer Acht. Wer mehr Mädchen und Frauen für den Sport begeistern und ihnen faire Chancen im Leistungs- und Wettkampfsport bieten will, muss sicherstellen, dass Frauenbewerbe ihren Charakter als faire und sichere Wettkämpfe bewahren.“

Die ehemalige Spitzensportlerin Abg. Heike Eder dazu: „In den vergangenen Jahren wurden in der öffentlichen Debatte die Perspektive und Erfahrungen jener Athletinnen oft übersehen, die Nachteile in ihrer eigenen Kategorie erleben und deren Chancen auf Medaillen, Qualifikationen oder sportliche Anerkennung beeinträchtigt werden können. Es geht auch um die Sicherheit der Frauen – insbesondere im Kontaktsport – Männer sind einfach zumeist größer und stärker, das bringt Verletzungsgefahr. Ebenso die ⁠Situation beim gemeinsamen Umkleiden, Duschen, Unterbringung, etc. Wir stehen klar für Fairness im Frauensport, aber die Regeln dafür werden von internationalen Fachverbänden festgelegt – dafür ist der Nationalrat schlicht nicht zuständig.“

ÖVP-Menschenrechtssprecherin Gudrun Kugler: „Viele nationale und internationale Sportverbände richten ihre Regelwerke wieder am biologischen Geschlecht aus. Wir alle begrüßen ausdrücklich, dass der Schutz des Frauensports und die Bedeutung biologischer Unterschiede von den Sportverbänden ernst genommen werden.“ (Schluss)

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