- 10.06.2026, 15:12:02
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Samariterbund zum Doppelbudget: Sparen ersetzt keine Reformen
Kostenwahrheit, Sanitätergesetz und Zivildienstreform bleiben zentrale Zukunftsfragen des Gesundheitssystems
Die budgetäre Situation erfordert Einsparungen – daran besteht kein Zweifel. Für den Samariterbund steht aber ebenso fest: Notwendige Reformen im Rettungswesen dürfen nicht länger aufgeschoben werden. Nur mit den richtigen Weichenstellungen lassen sich Versorgungssicherheit und finanzielle Stabilität im Gesundheitssystem langfristig gewährleisten.
„Gerade weil die budgetären Spielräume begrenzt sind, ist keine Entscheidung zu treffen, der falsche Weg“, mahnt Wolfgang Dihanits, stv. Bundesgeschäftsführer des Samariterbundes.
Besonders dringlich ist aus Sicht des Samariterbundes eine Neuaufstellung der Finanzierung des Rettungswesens. Dihanits betont: „Wir fordern seit Langem eine Befreiung der Rettungsorganisationen von der Mineralölsteuer. Gleichzeitig müssen die Tarife – allen voran jene der ÖGK – endlich die Kostensteigerung abdecken. Immer mehr fordern, bei sinkenden Abgeltungen, passt nicht.“
Notwendige Weichenstellungen bleiben aus
Auch die Reform des Sanitätergesetzes lässt weiterhin auf sich warten. „Ein modernes Rettungswesen braucht zeitgemäße gesetzliche Rahmenbedingungen. Die Diskussion wird seit Jahren geführt, konkrete Fortschritte bleiben jedoch aus“, so Dihanits.
Handlungsbedarf sieht der Samariterbund zudem in der Wehr- und Zivildienstfrage. „Die Empfehlungen der Wehrdienstkommission liegen auf dem Tisch. Planungssicherheit für die Rettungsorganisationen muss endlich geschaffen werden. Weitere Verzögerungen helfen niemandem und kosten“, bringt es Dihanits auf den Punkt.
Für den stv. Bundesgeschäftsführer ergibt sich daraus ein klares Bild: „Ob Finanzierung, Sanitätergesetz oder Zivildienstreform – bei den zentralen Zukunftsfragen des Rettungswesens bleibt die Politik säumig. Die Herausforderungen sind bekannt, viele Lösungen liegen längst auf dem Tisch. Was fehlt, sind die notwendigen Entscheidungen.“
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