• 10.06.2026, 12:00:02
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Bundesjugendvertretung zum Doppelbudget: Investitionen im Jugendbereich fehlen

BJV fordert mehr Mittel für Kinder und Jugendliche. Langfristige Maßnahmen braucht es vor allem bei Klima, Gesundheit, zur Absicherung der Jugendarbeit und gegen Kinderarmut.

Wien (OTS) - 

Mit Blick auf das heute präsentierte Doppelbudget für 2027 und 2028 kritisiert die Bundesjugendvertretung (BJV), dass es weiterhin an wesentlichen Investitionen in die Zukunft von Kindern und Jugendlichen fehlt. Die BJV begrüßt zwar die angekündigten zusätzlichen Mittel, etwa für die Elementarpädagogik oder zur Bekämpfung von Kinderarmut. Wie einzelne Maßnahmen im Detail umgesetzt werden sollen, ist jedoch noch offen. „Mittlerweile ist mehr als jedes 5. Kind in Österreich armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Um dieser Entwicklung nachhaltig entgegenzuwirken, braucht es mehr als einzelne Maßnahmen, nämlich die budgetäre Absicherung der im Regierungsprogramm vorgesehenen Kindergrundsicherung“, fordert BJV-Vorsitzender Ahmed Naief.

Klimaschutz stärker berücksichtigen

Auch im Bereich Klimaschutz setzt das Doppelbudget keine klaren Prioritäten, kritisiert BJV-Vorsitzende Lejla Visnjic: „Die aktuelle Klimapolitik greift jetzt schon viel zu kurz. Um die Zukunft von Kindern und Jugendlichen zu sichern, müssen ein neues Klimaschutzgesetz beschlossen und ausreichend finanzierte Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden. Denn junge Menschen sind es, die die Folgen der Klimakrise am längsten tragen werden.“

Finanzierung psychologischer Unterstützung reicht weiterhin nicht aus

Ein deutlicher Ausbau ist auch im Bereich der psychischen Gesundheit notwendig. Das Projekt „Gesund aus der Krise“ ist eine wichtige Unterstützung, reicht jedoch nicht aus, um den seit Jahren bestehenden österreichweiten Versorgungsbedarf zu decken, betont BJV-Vorsitzender Moritz Mittermann: „Die Belastungen für junge Menschen nehmen nicht ab. Statt auf zeitlich begrenzte Projektlösungen zu setzen, braucht es nachhaltige Investitionen in kassenfinanzierte Therapieplätze und in den Ausbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie.“

Angebote der Kinder- und Jugendarbeit absichern

Ein weiterer Bereich, in den jetzt investiert werden sollte, ist die Kinder- und Jugendarbeit. Gerade in Zeiten multipler Krisen ist sie für junge Menschen ein wichtiger Anker. Die Bundes-Jugendförderung wurde aber seit ihrem 25-jährigen Bestehen lediglich zwei Mal erhöht. „Auch wenn die budgetäre Situation herausfordernd ist, ist die jährliche Inflationsanpassung der Förderung dringend notwendig, damit Kinder- und Jugendorganisationen ihre Angebote auch künftig aufrechterhalten können. Ohne diese Anpassung kommt es schleichend zu Kürzungen zulasten junger Menschen“, warnt BJV-Vorsitzende Anna Schwabegger.

Abschließend verweist das BJV-Vorsitzteam darauf, dass bei Kindern und Jugendlichen keinesfalls eingespart werden dürfe: „In den vergangenen Jahren wurde auf junge Menschen viel zu oft vergessen. Ihre Anliegen dürfen auch in Zeiten des Spardrucks nicht weiter auf der Strecke bleiben. Kinder und Jugendliche verdienen gute Zukunftsperspektiven.“

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Bundesjugendvertretung
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Öffentlichkeitsarbeit
01 214 44 99 - 18 // 0676 880 11 1135
[email protected]
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Jasmin Hebenstreit
Öffentlichkeitsarbeit
01 214 44 99 - 25 // 0676 880 11 1142
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