- 09.06.2026, 08:01:03
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Umweltdachverband: Trotz Regen keine Entwarnung – Trockenheit wird zur Zukunftsfrage für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Natur
- Umweltdachverband fordert mehr Wasserrückhalt in der Landschaft – gemeinsame Projekte mit der österreichischen Land- und Forstwirtschaft entwickeln Lösungen für Wasserrückhalt, Feuchtflächen und regionale Wasserresilienz
Trotz des Regens in den letzten Wochen ist der Wasserhaushalt in Österreich noch immer stark unter Druck. Es ist zu trocken. Schon Ende April wiesen laut Erhebung des BMLUK mehr als 70 Prozent der Grundwassermessstellen niedrige Wasserstände auf. Aktuelle Analysen zeigen, dass sich die Situation trotz einzelner Niederschläge vielerorts nicht nachhaltig entspannt hat. Die zunehmenden Trockenperioden machen deutlich, dass Österreich beim Umgang mit Wasser umdenken muss. Der Umweltdachverband fordert daher einen stärkeren dezentralen Wasserrückhalt und den Schutz natürlicher Wasserspeicher wie Feuchtgebiete, Feuchtwiesen und naturnahe Gewässer. „Trockenheit ist längst nicht mehr nur ein Problem einzelner Regionen oder einzelner Sektoren. Sie wird zu einer der zentralen Herausforderungen für Land- und Forstwirtschaft, Biodiversität und Wasserhaushalt in Österreich. Die entscheidende Frage ist zusätzlich zur fehlenden Regenmenge, ob und wie wir das Wasser in der Landschaft halten können“, sagt Kurt Lichtenwöhrer, Biodiversitätsexperte und Projektleiter im Umweltdachverband.
Projekte entwickeln Lösungen für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Wasserhaushalt
Mit den Projekten „Wasser, Landwirtschaft und Lebensräume“ und „Wasser.Wald.Biodiversität“ arbeitet der Umweltdachverband mit Projektpartner:innen gemeinsam an Lösungen zur Verbesserung des Wasserhaushalts auf land- und forstwirtschaftlichen Flächen. Ziel ist es, den Wasserrückhalt in der Landschaft zu stärken, die Wiedervernässung voranzutreiben und gleichzeitig Biodiversität, Klimaschutz und land- und forstwirtschaftliche Interessen zu berücksichtigen. Dazu werden Erfahrungen aus ganz Österreich erhoben, regionale Lösungsansätze diskutiert und entwickelt und konkrete Pilotmaßnahmen gemeinsam mit Bewirtschafter:innen initiiert und durchgeführt. „Feuchtflächen sind keine verlorenen Produktionsflächen. Sie speichern Wasser, stabilisieren regionale Wasserhaushalte und fördern die Biodiversität. Davon profitieren nicht zuletzt auch die Bewirtschafter:innen selbst
. Wir fordern daher, neben der Reduktion der Bodenversiegelung insbesondere den Schutz und die Wiederherstellung von Feuchtlebensräumen stärker in den Mittelpunkt der Klimaanpassung zu rücken. Eine intakte Landschaft ist einer der wirksamsten und zugleich kostengünstigsten Wasserspeicher, den wir haben
“, so Lichtenwöhrer abschließend.
Weitere Infos zu den Projekten „Wasser, Landwirtschaft und Lebensräume“ und „Wasser.Wald.Biodiversität“.
Rückfragen & Kontakt
Umweltdachverband
Tina Leonhard, MA
Telefon: +43 1 401 13 51
E-Mail: [email protected]
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