• 05.06.2026, 09:50:02
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  • OTS0022

„Maulkorb“ für Lehrer?

ÖAAB-AHS kritisiert Vorgangsweise der Bildungsdirektion Wien

Wien (OTS) - 

Die Vorgangsweise der Bildungsdirektion Wien im Fall des Lehrers und Journalisten Thomas Walach sorgt für zunehmende Kritik. Nachdem Walach in der Tageszeitung „Die Presse“ auf gravierende Integrations- und Sprachprobleme an Wiener Schulen hingewiesen hatte, wurde ihm von dieser nun untersagt, sich ohne vorherige Genehmigung öffentlich zu äußern.

Für ÖAAB-AHS-Obmann Matthias Hofer ist das inakzeptabel: „Hier wird ein Maulkorb verhängt, statt Probleme ernsthaft anzugehen. Wer Missstände anspricht, wird mundtot gemacht – das ist ein völlig falsches Signal.“

Hofer übt auch Kritik an den sowohl in Wien als auch im Bund verantwortlichen NEOS: „Ausgerechnet unter liberaler Verantwortung wird kritischen Lehrern die Stimme abgeschnitten. Das ist ein eklatanter Widerspruch zu jeder Form von Offenheit und Meinungsfreiheit. Wer sich Freiheit auf die Fahnen schreibt, darf interne Kritik nicht unterdrücken.“

Der ÖAAB-AHS fordert:
· die sofortige Rücknahme der Weisung,
· eine klare Garantie der freien Meinungsäußerung für Lehrer,
· sowie eine öffentliche Entschuldigung der Bildungsdirektion Wien.

„Der Fall zeigt ein grundlegendes Problem: Statt Transparenz und ehrlicher Debatte herrscht Einschüchterung. So geht man in einem modernen Bildungssystem nicht mit Kritik um“, stellt Hofer klar und fordert Konsequenzen: „Bildungsminister Wiederkehr muss jetzt eingreifen und dieses Vorgehen stoppen. Lehrer brauchen Rückhalt – keinen Maulkorb.“

Rückfragen & Kontakt

ÖAAB-AHS
Obmann Mag. Matthias Hofer
Telefon: +43 664 4604153
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.oeaab.com

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