- 03.06.2026, 17:47:32
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Bundesregierung hoch erfreut über Österreichs Sitz im UNO-Sicherheitsrat: „Starkes internationales Zeichen des Vertrauens“
Dass Österreich von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen für die Periode 2027/28 als nicht-ständiges Mitglied in den UNO-Sicherheitsrat gewählt wurde, wertet die Bundesregierung als starkes internationales Zeichen des Vertrauens. Österreich wird damit ab dem kommenden Jahr zum vierten Mal Mitglied des wichtigsten sicherheitspolitischen Gremiums der Welt sein.
Die Kampagne dafür lief 15 Jahre lang und wurde von der gesamten Bundesregierung mit großem Einsatz vorangetrieben. Allein Außenministerin Beate Meinl-Reisinger hat in den letzten 15 Monaten persönlich bei Vertretern aus über 150 Ländern um eine Stimme für Österreich geworben. Durch das gemeinschaftliche Engagement des Bundespräsidenten, des Bundeskanzlers, den Regierungsmitgliedern, der Nationalratsabgeordneten, der Emissäre sowie auf Diplomaten-Ebene konnten so gut wie alle UN-Mitgliedsstaaten erreicht werden. Das Engagement des Team Rot-Weiß-Rot und der Wahlkampf, der in einer weltweit polarisierten Stimmung auf Partnerschaft, Vertrauen und Dialog gesetzt hat, haben wesentlich dazu beigetragen, dass Österreich nach 16 Jahren wieder Mitglied des wichtigsten sicherheitspolitischen Gremiums der Welt wird.
Österreich wird seinen Sitz nutzen, um die Reform des UNO-Sicherheitsrats weiter vorantreiben und seine Schwerpunkte in das Gremium einzubringen: den Schutz von Zivilisten, die Stärkung von Friedensmissionen, die Verteidigung der internationalen Rechtsordnung sowie den Umgang mit Bedrohungen durch neue Technologien, etwa im Zusammenhang mit KI und Desinformation. All diese Themen sind unmittelbar relevant für Sicherheit und Stabilität in Europa und damit auch für Österreich.
Gleichzeitig stärkt der nicht-ständige Sitz im UNO-Sicherheitsrat auch Österreichs Rolle als internationaler Standort. Auch für Wien als einen der vier UNO-Amtssitze sowie zahlreicher internationaler Organisationen und den Kongresstourismus in Österreich erwarten wir uns mehr globale Sichtbarkeit und dadurch einen Beitrag für den wirtschaftlichen Aufschwung unseres Landes. Das Vertrauen, das wir international aufbauen, schafft darüber hinaus Chancen für Österreichs exportorientierte Unternehmen.
Bundeskanzler Christian Stocker:
„Österreich wird 2027 und 2028 Verantwortung im UNO-Sicherheitsrat übernehmen – das ist ein großer diplomatischer Erfolg für unser Land. Wir wollen und wir werden nicht nur von der Seitenlinie aus zusehen, wie sich unsere Welt entwickelt, sondern wir gestalten sie aktiv mit, um einen Beitrag für Frieden und Sicherheit in der Welt zu leisten. Österreich ist eine verlässliche Stimme für Dialog statt Konfrontation, für Verständigung statt Blockdenken und für eine regelbasierte internationale Ordnung, in der die Stärke des Rechts über dem Recht des Stärkeren steht.“
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger:
„Der Einsatz und die vielen internationalen Kontakte der letzten Jahre haben sich ausgezahlt: Österreich sitzt wieder mit am Tisch, wo über Frieden, Sicherheit und Stabilität entschieden wird. Die Wahl in den UNO-Sicherheitsrat stärkt Österreichs Stimme in der Welt – politisch, wirtschaftlich und sicherheitspolitisch. Sie ist ein klares Zeichen für das große Vertrauen in unsere Arbeit und die österreichische Diplomatie. Die Welt vernetzt sich gerade neu. In diesem Schlüsselmoment ist ein starkes, internationales Netzwerk Voraussetzung für Sicherheit und Stabilität in Österreich. Österreich ist dank der Kampagne heute weltweit so gut vernetzt wie noch nie. Mein Dank gilt allen, die einen Beitrag zu dieser Kampagne geleistet haben. In einem erfolgreichen Zielsprint haben wir die langjährigen Bemühungen Österreichs zum Erfolg geführt.“
Vizekanzler Andreas Babler:
„Ein starkes Signal des Vertrauens: Österreich wurde in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gewählt. Unsere Aufgabe ist klar: Frieden stärken, Dialog ermöglichen und internationales Recht verteidigen. Die Welt braucht mehr Zusammenarbeit, nicht weniger."
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