• 03.06.2026, 11:16:32
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ÖGB-Hörmann: „Lohntransparenz jetzt umsetzen – Beschäftigte haben ein Recht auf Fairness!"

Forderungen nach einer Verschiebung helfen niemandem – außer jenen, die mehr Transparenz verhindern wollen.

Wien (OTS) - 

Die Forderung einiger Arbeitgebervertreter:innen nach einem „Stop-the-Clock“ bei der Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie ist ein Verzögerungsmanöver auf dem Rücken der Beschäftigten.

„Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit ist ein Grundrecht. Auf Zeit zu spielen, statt sich inhaltlich mit der Umsetzung auseinanderzusetzen und Unternehmen rechtzeitig bei der Vorbereitung zu unterstützen, ist unverständlich. Das gilt umso mehr, als auf EU-Ebene bereits mehrfach klargestellt wurde, dass an den zentralen Vorgaben der Richtlinie festgehalten wird“, betont die gf. ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende Christa Hörmann.

Die EU-Richtlinie bietet die Chance, bestehende Ungleichheiten bei Löhnen und Gehältern sichtbar zu machen und abzubauen. Transparenz ist der Schlüssel zu fairer Bezahlung.

Transparenz statt Panikmache

Die ständig wiederkehrenden Warnungen vor einer angeblichen Bürokratie-Lawine sind reine Panikmache. „Anders als die Arbeitgeberseite sind wir überzeugt, dass sich die Vorgaben der EU-Richtlinie zur Lohntransparenz mit digitalen Hilfsmitteln einfach und ohne großen Aufwand umgesetzt werden können. Die regelmäßige Überprüfung, ob Frauen und Männer für gleiche oder gleichwertige Arbeit gleich bezahlt werden, wird in den Betrieben bald zur Selbstverständlichkeit werden. Und wenn dabei festgestellt wird, dass Frauen schlechter bezahlt werden ohne einen erklärbaren Grund, muss das geändert werden“, stellt Hörmann klar.

Transparenz schafft Vertrauen und sorgt für nachvollziehbare Entlohnung. „Unternehmen, die fair bezahlen, haben nichts zu befürchten“, so Hörmann.

Zeit der Ausreden ist vorbei

Die Richtlinie wurde bereits 2023 beschlossen. Viele Betriebe beschäftigen sich gemeinsam mit ihren Betriebsräten längst mit der Umsetzung. „Wäre die Energie mancher Arbeitgebervertreter:innen in Information statt in Gegenoffensiven geflossen, wären wir heute schon deutlich weiter“, ist die Gewerkschafterin überzeugt.

Ohne Zweifel braucht es Unterstützung bei der Umsetzung. Was es aber nicht braucht, ist ein weiteres Hinauszögern. Die Beschäftigten haben lange genug gewartet. Fairness duldet keinen Aufschub.

Der ÖGB fordert:

  • die sofortige und konsequente Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie ohne weitere Verzögerungen

Über uns: Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2 Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich und setzt sich als überparteiliche Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.

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ÖGB Kommunikation
Mag. Peter Leinfellner
Telefon: +436503636399
E-Mail: [email protected]

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