- 01.06.2026, 11:24:04
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Bundesjugendvertretung zu Wehrdienstverlängerung: Attraktivierung statt Verlängerung gefordert
BJV spricht sich gegen eine Verlängerung des Grundwehr- und Zivildienstes aus und fordert Maßnahmen zur Verbesserung der Dienste.
Angesichts der laufenden politischen Diskussion über eine Reform des Grundwehr- und Zivildienstes spricht sich die Bundesjugendvertretung (BJV) klar gegen eine Verlängerung der Dienstzeiten aus und appelliert an die Bundesregierung, von dieser abzusehen. Statt junge Menschen länger zu verpflichten, braucht es konkrete Schritte zur Attraktivierung des Grundwehr- und Zivildienstes.
„Eine Verlängerung kann nicht die einzige Antwort auf die aktuellen Herausforderungen sein. Aus unserer Sicht braucht es eine Reform, die die Qualität der Dienste verbessert“, erklärt BJV-Vorsitzender Moritz Mittermann.
Die BJV war als beratendes Mitglied Teil der Wehrdienstkommission und erkennt angesichts der geopolitischen Entwicklungen den Reformbedarf an. Gleichzeitig warnt sie vor den Folgen einer Ausweitung der Dienstdauer: „Eine Verlängerung bedeutet einen späteren Einstieg in Ausbildung, Studium oder Beruf. Notwendige Reformen dürfen nicht dazu führen, dass junge Menschen zusätzlich belastet werden“, sagt BJV-Vorsitzende Anna Schwabegger.
Perspektiven junger Menschen in Reformen einbeziehen
Statt einer längeren Dienstzeit fordert die BJV eine konsequente Attraktivierung von Grundwehr- und Zivildienst. Aus Sicht der BJV gibt es konkrete Stellschrauben, an denen die Regierung ansetzen kann, um die Dienste zu verbessern. Dazu zählen insbesondere eine Verbesserung sowohl der Ausbildung als auch des Entgelts und die stärkere Anerkennung erworbener Qualifikationen.
Die BJV fordert daher, bei den laufenden Verhandlungen die Perspektive der jungen Generation stärker zu berücksichtigen. „Reformen müssen gemeinsam mit jenen gestaltet werden, die davon unmittelbar betroffen sind. Das Ziel muss sein, den Grundwehr- und Zivildienst attraktiver zu machen – und nicht länger“, so Schwabegger abschließend.
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