- 01.06.2026, 10:55:32
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Voglauer/Grüne: „Regierung soll endlich die verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie umsetzen“
IFDD-Analyse zeigt breite Unterstützung: 79 Prozent der Österreicher:innen wollen Transparenz am Teller, drei Viertel fordern rasche Umsetzung
„79 Prozent der Österreicher:innen wollen die verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie, aber die Bundesregierung blockiert die Umsetzung weiterhin, weil sich eine Hand voll Leute in der Wirtschaftskammer quer stellt“, sagt Olga Voglauer, Landwirtschaftssprecherin der Grünen.
Wie die Kronenzeitung heute berichtet, spricht die aktuelle IFDD-Analyse eine klare Sprache: Ein überwältigender Teil der Bevölkerung will die Herkunftskennzeichnung, fast drei Viertel der Menschen fordern eine rasche Umsetzung.
„Es gibt mittlerweile dazu Resolutionen zahlreicher Gemeinden, der Landwirtschaftskammern in den Ländern und auch die Landesagrarreferenten-Konferenz fordert die unmittelbare Umsetzung der Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie. Wieviel klarer und lauter muss der Weckruf an diese Bundesregierung noch sein?“, fragt Voglauer.
„92 Prozent der Befragten fordern ein Importverbot von Waren, die nicht unseren Produktionsstandards entsprechen und beispielsweise mit hierzulande längst verbotenen Spritzmitteln behandelt werden. Unsere parlamentarischen Anträge dazu wurden von der Koalition vertragt. 79 Prozent wollen Transparenz am Teller, was die Produkt-Herkunft betrifft, kein Antibiotika-Schnitzel aus Brasilien und keinen Kaiserschmarrn mit Käfig-Flüssig-Ei aus der Ukraine. Auch diese parlamentarischen Anträge dazu wurden vertagt“, erläutert Voglauer.
„Die Gäste im Wirtshaus wollen sicher sein, dass wirklich Bio auf den Teller kommt, wenn’s auf der Speisekarte steht. Aber auch hier macht die Koalition nichts. ÖVP, SPÖ und NEOS schieben unsere Anträge im Nationalrat auf die lange Bank und legen selbst nichts vor, obwohl die Herkunftskennzeichnung sogar im Regierungsprogramm steht“, ärgert sich Voglauer über die Arbeitsverweigerung der Regierungsfraktionen auf dem Rücken der Bäuer:innen und der Konsument:innen. „Diese Maßnahmen sind nicht nur Anliegen der Konsument:innen, sie sind auch ein wichtiger Hebel zur Unterstützung unserer heimischen Bäuer:innen, der österreichischen Verarbeiter:innen und ihrer hochqualitativen Produkte“, hält Voglauer fest.
„Beinah ein Drittel der ÖVP-Abgeordneten kommen aus dem Bauernbund. Aber wenn die Wirtschaftskammer das Märchen vom Bürokratiemonster erzählt, verfallen alle in Schockstarre und die Vertageritis greift um sich“, kritisiert Voglauer und fordert: „Diese Bundesregierung muss endlich zu arbeiten beginnen. Konsumentenschutzministerin Schumann und Landwirtschaftsminister Totschnig haben für Transparenz am Teller zu sorgen: Herkunftskennzeichnung, Haltungskennzeichnung, Schluss mit dem Etikettenschwindel auf den Speisekarten, Schluss mit dem Blindflug am Teller.“
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