- 28.05.2026, 09:16:02
- /
- OTS0025
Wie sicher ist die Arzneimittelversorgung in Österreich?
Was hinter den offiziellen Daten zu Lieferengpässen wirklich steht: 74.000 Medikamentenpackungen pro Tag betroffen.
Die Lage ist seit Monaten unverändert: Im BASG Vertriebseinschränkungsregister sind 473 Arzneimittel mit Gelb oder Rot markiert, das heißt: eingeschränkt oder nicht verfügbar.
Was bei dieser Darstellung vergleichsweise unkritisch wirkt, stellt in absoluten Zahlen und bestimmten Medikamentengruppen ein Problem für das Gesundheitswesen dar: 74.000 Medikamentenpackungen sind jeden Tag von Lieferengpässen betroffen.
Diese Arzneimittel verteilen sich auf 14 unterschiedliche Gruppen, sogenannte ATC-Codes, je nachdem, in welchem Körperorgan oder therapeutischen Bereich das Arzneimittel wirkt.
Hier sieht die aktuelle Situation wie folgt aus:
- Die am stärksten von Lieferengpässen betroffene Gruppe macht mit über 20.000 Packungen Arzneimittel zur Behandlung des Verdauungstrakts/Stoffwechsels aus. Ein wichtiger Bereich davon sind sogenannte Antidiabetika.
- Mehr als 14.000 Medikamentenpackungen zur Behandlung des Nervensystems, dazu zählen ua Psychopharmaka - hierzulande eine der am meisten verschriebenen Therapien – sind zuletzt täglich als lieferkritisch oder nicht verfügbar eingestuft worden.
- Arzneimittel-Therapien für die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen weisen in fast 9.000 Fällen Lieferengpässe auf.
Was das konkret bedeutet: Diese von den Vollgroßhändlern als lieferkritisch eingestuften Arzneimittel kommen von den Herstellern verzögert, weniger als bestellt oder im schlimmsten Fall gar nicht .
In diesem Fall braucht es eine Sonderbehandlung durch den Arzneimittel-Vollgroßhändler, um die Engpässe so gut es geht auszugleichen und Lösungen zu suchen.„Dass sich die Auswirkungen der Lieferschwierigkeiten nur eingeschränkt auf die Patient:innenversorgung in Österreich durchschlagen, ist vor allem dem zusätzlichen Aufwand der PHAGO-Vollgroßhändler zu verdanken. Dank vorausschauender Planung, laufender Umlagerungen, Alternativbeschaffungen und einer gezielten Steuerung knapper Arzneimittel gelingt es, die Auswirkungen der Lieferschwierigkeiten auf die Versorgung zu einem großen Teil abzufedern.“
, hält Monika Vögele für den Verband der Arzneimittel-Vollgroßhändler PHAGO fest.
Rückfragen & Kontakt
PHAGO
Dr. Monika Vögele
Mag. Mila Pohl
Telefon: +43 (0) 1 71 72 8 794
E-Mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PHG






