• 26.05.2026, 16:17:02
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Disoski/Grüne: „Bundesregierung scheitert bei Lohntransparenz – Frauen zahlen den Preis“

Grüne üben scharfe Kritik an Verschleppung der EU-Richtlinie gegen Einkommensungleichheit

Wien (OTS) - 

„Jetzt ist endgültig klar: Die Bundesregierung wird die EU-Lohntransparenzrichtlinie nicht rechtzeitig umsetzen. Das ist ein frauenpolitisches Totalversagen auf dem Rücken von Frauen“, kritisiert Sprecherin der Grünen für Frauen- und Europapolitik, Meri Disoski.

„Obwohl die Umsetzungsfrist am 7. Juni endet, liegt bis heute kein Gesetzesentwurf vor. Die Regierungsparteien haben zugelassen, dass die Umsetzung von der Wirtschaftslobby ausgebremst wird. Während Frauen weiterhin tausende Euro weniger verdienen als Männer, sieht die Bundesregierung tatenlos dabei zu, wie eine der wichtigsten Gleichstellungsmaßnahmen der letzten Jahre sabotiert wird“, so Disoski.

„Dass SPÖ-Sozialministerin Schumann nun von ‚konstruktiven Gesprächen‘ zwischen den Sozialpartnern spricht, ist vor diesem Hintergrund Sarkasmus pur. Frauen können sich von Gesprächsrunden und Ankündigungen nichts kaufen. Sie brauchen endlich faire Einkommen und echte Transparenz“, hält Disoski fest.

Besonders scharf kritisiert Disoski die Rolle der Wirtschaftskammer: „Die permanente Panikmache vor Transparenz und angeblicher Bürokratie dient nur einem Zweck: bestehende Ungerechtigkeiten aufrechtzuerhalten. Wer nichts zu verbergen hat, hat auch keinen Grund, bei Lohntransparenz auf die Barrikaden zu steigen.“

Österreich habe weiterhin einen der höchsten Gender Pay Gaps Europas. „Frauen brauchen keine Ausreden und keine weiteren Verzögerungen, sondern endlich gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit“, so Disoski.

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