- 26.05.2026, 13:54:32
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Gewerkschaften: Arbeitskampfmaßnahmen in der chemischen Industrie mehr als berechtigt
Arbeitgeber reden eigene Branche schlecht
Nach sechs erfolglosen KV-Runden haben die Gewerkschaften PRO-GE und GPA zu zweistündigen Warnstreiks in der chemischen Industrie aufgerufen. Die Arbeitgeberseite hat bis dato keine dauerhaften Lohn- und Gehaltserhöhungen angeboten, sondern lediglich eine Einmalzahlung von 250 Euro. „Dieses Angebot ist eine Frechheit, die Beschäftigten sind zurecht wütend. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sehen in den Betrieben, dass sich Auftragslage wieder verbessert hat, dass sich die Arbeit verdichtet und sollen trotzdem auf eine faire Erhöhung der Löhne und Gehälter verzichten. Die Warnstreiks sind daher mehr als berechtigt“, sagen die Verhandler der Arbeitnehmer:innenseite, Hubert Bunderla (PRO-GE) und Mario Mayrwöger (GPA).
Die Arbeitgeber reden derzeit lieber ihre eigene Branche schlecht, anstatt ein Angebot vorzulegen, über das sich auf Augenhöhe verhandeln lässt. „Den Arbeitgebern sei ins Stammbuch geschrieben: Einer Nulllohnrunde werden wir nie zustimmen. Die Beschäftigten haben es sich verdient, respektvoll behandelt zu werden“, unterstreichen Bunderla und Mayrwöger.
Die Warnstreiks sind bis 1. Juni angesetzt, der nächste Verhandlungstermin findet am 2. Juni statt. Der Kollektivvertrag für die rund 50.000 Beschäftigten sollte bereits seit 1. Mai gelten.
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