- 26.05.2026, 10:33:02
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SOS-Kinderdorf Österreich stellt Organisation für die Zukunft neu auf
Strukturelle Anpassungen der Verwaltung zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Organisation
SOS-Kinderdorf Österreich hat in den vergangenen Wochen und Monaten aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einen umfassenden Analyse- und Weiterentwicklungsprozess durchgeführt. Dabei wurden insbesondere bestehende Organisationsstrukturen, gewachsene Komplexität, Doppelstrukturen und ineffiziente Abläufe in der Verwaltung überprüft. Der Prozess erfolgt unabhängig von den Ergebnissen der eingesetzten Expertenkommission unter der Leitung von Irmgard Griss.
Ziel ist es, die Organisation nachhaltig zu stabilisieren und konsequent auf ihre zentrale Aufgabe auszurichten: die Unterstützung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen.
Um diese Weiterentwicklung umsetzen zu können, sind umfassende strukturelle Anpassungen in der Verwaltung notwendig. SOS-Kinderdorf Österreich hat in diesem Zusammenhang heute 21 Mitarbeitende in Wien und 29 in Innsbruck Mitarbeitende der Verwaltung beim AMS-Frühwarnsystem angemeldet. Insgesamt sind 28 von Einsparungen betroffen und 23 von vertraglichen Veränderungen.
„Dieser Schritt ist ein schwerer Einschnitt, aber er ist notwendig. Es führt kein Weg daran vorbei, die Organisation strukturell weiterzuentwickeln und auf langfristig tragfähige Beine zu stellen. Entscheidend ist für uns dabei, dass Kinder und Jugendliche weiterhin verlässliche Unterstützung erhalten – kein Kind wird zurückgelassen“, sagt der Vorsitzende des Aufsichtsrats von SOS-Kinderdorf Österreich, Friedrich Santner.
Der Zentralbetriebsrat wurde in die Weiterentwicklung einbezogen, die zuständigen Bereichsleitungen sind eng in den Prozess eingebunden, ebenso wurden die Mitarbeitenden heute Vormittag über diesen Schritt und die Hintergründe informiert.
Angebote in den Bundesländern werden überprüft
Auch die bestehenden Angebote in den Bundesländern werden in den kommenden Wochen und Monaten gemeinsam mit den zuständigen Stellen überprüft. Ziel ist es, die Angebote an heutige gesellschaftliche Herausforderungen anzupassen und die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen nachhaltig sicherzustellen.
„Wir führen diesen Prozess mit klaren Prioritäten und großer Verantwortung. Unser Ziel ist es, das SOS-Kinderdorf organisatorisch so aufzustellen, dass Unterstützung dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird. Gleichzeitig wollen wir Vertrauen zurückgewinnen und transparent zeigen, wie Spendengelder eingesetzt werden“, sagt SOS-Kinderdorf Österreich CEO Carolin Porcham.
Viele zusätzliche Leistungen und gewachsene Strukturen konnten in den vergangenen Jahren durch Spendeneinnahmen mitgetragen werden. Die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen machen jedoch deutlich, dass dies künftig nicht mehr im bisherigen Umfang möglich ist. Deshalb wird SOS-Kinderdorf Österreich intensive Gespräche mit den Bundesländern führen, um langfristig tragfähige Lösungen sicherzustellen.
„Weiterentwicklung bedeutet für uns, dass wir zuverlässig hinschauen und evaluieren, wie wir zukünftig unsere Angebote fokussieren können. Als größter privater Träger in Österreich haben wir eine große Verantwortung für unseren Kernauftrag. Um diesen erfüllen zu können, legen wir jetzt die Basis,“ so Porcham.
Das SOS-Kinderdorf Österreich will mit dem eingeschlagenen Weg die Grundlage schaffen, Kinder und Jugendliche auch künftig verlässlich begleiten und unterstützen zu können. Ziel bleibt es, jungen Menschen, die keinen sicheren Platz in ihrem familiären oder sozialen Umfeld finden, Stabilität, Perspektive und verlässlichen Halt zu geben und gleichzeitig das Vertrauen von Spenderinnen und Spendern nachhaltig zu stärken.
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