- 26.05.2026, 09:42:32
- /
- OTS0045
Branchenverband IFPI fördert österreichische Musikproduktionen mit 700.000 Euro jährlich
Debatte um Streaming-Abgabe: Musikförderung aus dem Kulturbudget statt neuer Steuer
Im Zuge der aktuellen Debatte rund um eine Streaming-Abgabe hat der Verband der Österreichischen Musikwirtschaft seine Position bereits dargelegt und als alternativen Vorschlag eine höhere Dotierung des österreichischen Musikfonds eingebracht. IFPI Austria spricht sich bereits seit Jahren für diese Lösung aus, bei der die bestmögliche Unterstützung für österreichisches Musikschaffen im Mittelpunkt steht.
„Wir halten dieses Alternativ-Modell für sinnvoller als einen Ansatz, bei dem zunächst Mittel aus der Privatwirtschaft abgeschöpft werden, um daraus staatliche Fördertöpfe zu finanzieren. Die Förderung von Musik ist eine kulturpolitische Aufgabe des Staates und sollte daher auch aus öffentlichen Kulturbudgets getragen werden. Der Hinweis, dafür stünden keine Mittel zur Verfügung, greift zu kurz – letztlich handelt es sich um politische Prioritätensetzungen“, betont IFPI-Geschäftsführer Thomas Auböck.
Einigkeit besteht darüber, dass die Digitalisierung den Wettbewerbsdruck und das wirtschaftliche Risiko im globalen Musikmarkt massiv erhöht hat. Umso wichtiger ist eine gezielte und nachhaltige Unterstützung der heimischen Musikszene, insbesondere im internationalen Wettbewerb.
Unterschiedliche Auffassungen bestehen hingegen bei der Frage, wie diese Unterstützung am sinnvollsten organisiert werden soll. Die IFPI ist hier der Ansicht, dass es effizienter, zielgerichteter und administrativ einfacher ist, bestehende Einrichtungen mit entsprechender Expertise, wie den Österreichischen Musikfonds, mit Mitteln aus dem Kulturbudget gezielt auszubauen anstatt die österreichischen Kund:innen mit einer neuen Steuer zu belasten, Marktwachstum zu hemmen und letztlich dem Medienstandort Österreich zu schaden. „Es ist daher nicht nachvollziehbar, die Streaming-Abgabe als alternativlos darzustellen, weil im Kulturbudget kein Platz für die Musikbranche vorgesehen wird“, führt Thomas Auböck aus.
Der Verband der Österreichischen Musikwirtschaft ist selbst seit Jahren mit konkreten finanziellen Unterstützungen für österreichische Musikproduktionen aktiv. Gemeinsam mit der Verwertungsgesellschaft LSG-Produzenten werden jährlich rund 700.000 Euro in österreichische Musikproduktionen und somit auch in österreichische Künstlerinnen und Künstler investiert.
Um Musiklabels und Musikschaffende in diesem herausfordernden Marktumfeld gezielt zu unterstützen, betreiben die IFPI Austria und die LSG-Produzenten mehrere Förderinitiativen:
Label-Projektförderungen
Kleine und mittelgroße österreichische Labels erhalten Zuschüsse zwischen 5.000 und 15.000 Euro. Die sogenannten Major-Labels sind von diesem solidarisch ausgerichteten Fördermodell ausdrücklich ausgenommen.
Produktionsförderungen
Gefördert werden Audio- und Musikvideoproduktionen mit Zuschüssen zwischen 600 und 30.000 Euro.
Gender & Diversity-Zusatzförderungen
Seit 2023 wurden die bestehenden Produktionsförderungen um einen „Gender & Diversity“-Bonus erweitert: Zusätzlich zur Basisförderung werden pauschal 1.000 Euro vergeben. Besonders in kleineren Förderkategorien setzt dies einen spürbaren zusätzlichen Anreiz.
Darüber hinaus zählen IFPI Austria und die LSG-Produzenten zu den Mitbegründern und langjährigen Förderern des Österreichischen Musikfonds und unterstützen diesen inklusive Exportförderungen mit mehr als 100.000 Euro jährlich.
Auch der Indie-Verband VTMÖ, das Waves Vienna Festival sowie weitere Initiativen und Projekte werden regelmäßig finanziell unterstützt.
Insgesamt fließen durch diese Förderaktivitäten jährlich rund 700.000 Euro direkt in die Förderung österreichischen Musikschaffens. IFPI und LSG zählen damit zu den größten Unterstützern österreichischer Musik.
Rückfragen & Kontakt
Verband der Österreichischen Musikwirtschaft - IFPI Austria
Thomas Böhm
Telefon: 01 5356035
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.ifpi.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | IFP






