- 25.05.2026, 11:17:02
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WKÖ-Smuk: Front gegen Paketsteuer erhält täglich neue prominente Unterstützung
Problem der Paketsteuer ist keine Frage zwischen online und stationär – das zeigt sich auch daran, dass sich immer mehr gegen die neue Steuer aussprechen
Nicht nur Onlinehändlerinnen und -händler warnen vor der neuen Paketsteuer: Auch die Post hat sich nun vehement gegen die neue Belastung ausgesprochen. „Und sogar die Gewerkschaft ist kritisch und warnt nicht nur vor Arbeitsplatzverlusten bei der Post, sondern zweifelt auch daran, dass die Paketsteuer Jobs im stationären Einzelhandel sichert“, so Alexander Smuk, Berufsgruppensprecher Versand- und Internethandel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), der generell davor warnt, hier eine Diskussion Onlinehandel versus stationärer Handel zu führen.
Denn kaum ein Unternehmen agiert heute noch ausschließlich über nur einen Vertriebskanal. Vom kleinen Fachgeschäft bis zum mittelständischen Handelsbetrieb gehören Webshop und digitale Präsenz längst zum unternehmerischen Alltag. „Wer daher so tut, als ließen sich „online“ und „stationär“ sauber voneinander trennen, verkennt die Realität des modernen Handels und führt die öffentliche Debatte bewusst in die Irre“, sagt Alexander Smuk.
Besonders problematisch ist, dass die Regierung den Eindruck erweckt, mit einer Paketsteuer vor allem den stationären Handel schützen zu wollen, während sie gleichzeitig selbst von einer hohen Paketmenge profitiert. „Es ist völlig offen kommuniziert, dass die Paketsteuer ein selbstverursachtes Budgetloch der Bundesregierung stopfen soll. Sämtliche Kalkulationen der Bundesregierung basieren auf einem gleichbleibenden oder sogar erhöhten Paketaufkommen. Der Handel darf sich von derartigen Schutzbehauptungen nicht auseinanderdividieren lassen“, so Smuk weiter.
Fakt ist: Wer den heimischen Handel stärken will, darf keine Maßnahmen setzen, die dessen Kosten weiter erhöhen und am Ende Investitionen, Innovation und Beschäftigung bremsen. Gerade in einer wirtschaftlichen Krisensituation wie der aktuellen muss daher klar sein: Neue Steuern dürfen niemals der erste Reflex der Politik sein.
Unternehmen stehen bereits unter erheblichem Druck durch steigende Kosten, verhaltene Konsumlaune und anhaltende Unsicherheiten. Zusätzliche steuerliche Belastungen würden letztlich insbesondere jene bestrafen, die in den vergangenen Jahren in Innovation und Digitalisierung investiert haben. (PWK239/DFS)
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