• 22.05.2026, 07:00:32
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Zadić/Grüne fordert Untersuchung zu verarbeiteten Kinderlebensmitteln: Greenpeace zeigt Schadstoffe in Kindernahrung sind kein Einzelfall

Serie an Chemikalienfunden zeigt massives Kontrollproblem bei Lebensmitteln und Produkten für Kinder und Familien

Wien (OTS) - 

Die Grünen fordern Gesundheitsministerin Korinna Schumann auf, eine umfassende Untersuchung zu hochverarbeiteten Lebensmitteln für Kinder einzuleiten. Anlass sind neue alarmierende Testergebnisse von Greenpeace zu sogenannten Quetschies sowie zahlreiche frühere Schadstoff- und Sicherheitsfunde in Produkten für Babys und Kinder.

„Unternehmen, die Kinderprodukte verkaufen, tragen besondere Verantwortung für die Allerkleinsten unserer Gesellschaft. Wenn in Babynahrung aber plötzlich problematische Stoffe auftauchen, ist das ein massives Warnsignal: Offensichtlich versagen Kontrollen dort, wo Eltern auf die Sicherheit ihrer Babys vertrauen müssen“, sagt Alma Zadić, Konsument:innenschutzsprecherin der Grünen.

Immer wieder werden Chemikalien oder gefährliche Stoffe in Produkten für Kinder entdeckt – etwa BPA in Schnullern, PFAS in Kleidung oder Pestizidrückstände in Lebensmitteln. „Wir sehen immer dasselbe Muster: Selbst dort, wo es Regeln und Grenzwerte gibt, werden sie nicht konsequent eingehalten. Das ist ein massives Kontrollversagen“, so Zadić.

Besonders alarmierend seien nun die Ergebnisse von Greenpeace zu Quetschies: Laut Untersuchung kann bereits ein einzelner Quetschie-Beutel bis zu 11.000 Mikroplastikpartikel enthalten. Zusätzlich wurden mehr als 80 bedenkliche Chemikalien nachgewiesen, darunter potenziell hormonell wirksame Stoffe. Gerade Babys und Kleinkinder seien gegenüber solchen Schadstoffen besonders empfindlich.

„Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass Produkte im Supermarktregal sicher sind. Wer für sein Kind einen Snack kauft, darf kein Chemie-Experiment nach Hause tragen“, betont Zadić. Die Grünen fordern daher strengere Marktüberwachung, systematische Kontrollen von Produkten für Säuglinge und Kinder sowie harte Konsequenzen für Unternehmen, die Sicherheitsstandards missachten.

„Die Verantwortung darf nicht allein an die Eltern ausgelagert werden, jedes Etikett haarklein studieren zu müssen. Die Konzerne müssen sichere Produkte liefern – und die Gesundheitsministerin muss endlich dafür sorgen, dass wirksame Kontrollen stattfinden. Der Schutz der Gesundheit unserer Kinder muss oberste Priorität haben“, so Zadić abschließend.

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