• 21.05.2026, 13:36:32
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Grüne/Zorba: Big Tech verdient an Milliarden-Abzocke mit Deepfakes mit – EU-Kommission muss jetzt eingreifen

AK-Beschwerde zeigt massives Plattformversagen

Wien (OTS) - 

„Plattformen verdienen Milliarden bei Finanzbetrug mit Betrugs-Deepfakes mit. Meldungen werden von Meta, TikTok und Google ignoriert. Das muss endlich ein Ende haben. Wir begrüßen deshalb sehr, dass jetzt gegen diesen breit angelegten Deepfake-Betrug vorgegangen wird. Die Arbeiterkammer macht mit ihrer Beschwerde an die EU-Kommission Nägel mit Köpfen. Jetzt muss die Kommission handeln“, sagt Süleyman Zorba, Digitalisierungssprecher der Grünen.

Erst kürzlich haben Ermittler einen Kryptobetrüger auffliegen lassen, der allein in Österreich 26 Millionen Euro mit Deepfake-Betrug abgezockt hat. Zorba: „Das ist nur die Spitze eines milliardenschweren Eisbergs, und die Plattformen verdienen an dieser Betrugsmasche mit. Damit die Abzocke nämlich überhaupt funktioniert, muss sie über Social Media Werbung unters Volk gebracht werden. Meta, Tiktok und Google schauen weg und kassieren kräftig über Werbeeinnahmen für Betrugs-Ads mit.“

Erst kürzlich haben Reuters-Berichte offengelegt, dass Meta 15 Millionen Scam-Werbungen, also betrügerische Werbungen, an User:innen ausspielt und damit offenbar allein im Jahr 2024 16 Milliarden Dollar umgesetzt hat. Das sind 10 Prozent des gesamten Jahresumsatzes.

Zorba führt aus: „An sich müssten Plattformen wie Meta oder TikTok Meldemöglichkeiten für derartigen Betrug einrichten und auf Meldungen reagieren. Dazu verpflichtet sie der Digital Servies Act. Aber die Arbeiterkammer hat jetzt nachgewiesen: Selbst, wenn Trusted Flagger wie die Arbeiterkammer bei Plattformen derartigen Betrug melden, bleiben die betrügerischen Finanzwerbungen online.“

Mehr als jede zweite Meldung wurde laut Arbeiterkammer von den Plattformen zurückgewiesen oder ignoriert. „Es wird Zeit, dass EU-Gesetze gegen Plattformen rigoros durchgesetzt werden“, betont Zorba.

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