- 21.05.2026, 09:25:02
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Wann Österreich einkauft: Kartendaten zeigen die stärksten Wochentage
Montag Juwelier, Donnerstag Zahnarzt, Samstag Großeinkauf: Kartendaten machen den Wochentakt im Konsum sichtbar.
Österreich kauft nicht zufällig. Eine aktuelle Auswertung von Kartenzahlungsdaten durch Global Payments zeigt, wie stark sich Konsum, Frequenz und durchschnittliche Ausgaben nach Wochentagen unterscheiden. Je nach Branche entstehen klare Spitzen: beim Juwelier am Montag, beim Zahnarzt am Donnerstag, im Lebensmittelhandel vor allem vor dem Wochenende. „Die Daten machen sichtbar, wie planbar Konsum in vielen Branchen ist. Wer diese Muster kennt, kann Personal, Sortiment und Beratung deutlich besser steuern“, sagt Angela Knötzl, Country Manager Austria bei Global Payments. Basis der Auswertung sind Kartenzahlungen nach Wochentagen. Für die Einordnung als „Tag des Zahnarztes“, „Tag des Juweliers“ oder „Tag der Reinigung“ wurden jeweils der durchschnittliche Transaktionsbetrag und die Anzahl der Transaktionen gemeinsam betrachtet. Entscheidend waren also jene Tage, an denen besonders häufig bezahlt wird oder die durchschnittlichen Ausgaben besonders hoch ausfallen.
Montag: Weniger Kunden, höhere Bons
Der Wochenbeginn bringt im Schmuck- und Uhrenhandel nicht die höchste Frequenz, aber den höchsten Wert pro Kauf. Der durchschnittliche Bon liegt montags bei 215,64 Euro und damit deutlich über dem Samstag mit 180,65 Euro. Eine plausible Erklärung: Unter der Woche dominieren geplante, beratungsintensive Anschaffungen. Am Samstag spielen Frequenz und Spontankäufe eine größere Rolle.
Dienstag: Reinigung mit hohen Bons
In Wäschereien und Reinigungen wird dienstags pro Besuch am meisten ausgegeben. Der durchschnittliche Bon liegt bei 60,53 Euro. Das sind rund 21 Prozent mehr als am Montag, dem schwächsten Tag der Woche mit 50,13 Euro. Der Freitag bringt zwar die meiste Frequenz, beim durchschnittlichen Einkaufswert liegt jedoch der Dienstag vorne.
Mittwoch: Große Entscheidungen
Beim Optiker erreichen die Ausgaben zur Wochenmitte ihren Höhepunkt. Der durchschnittliche Bon liegt am Mittwoch bei 263,25 Euro und damit rund 13 Prozent über dem Montag mit 232,29 Euro. Der Freitag bringt zwar die meiste Frequenz, bleibt beim Bon mit 261,40 Euro aber knapp darunter. Ab der Wochenmitte werden Brillen und Sehhilfen damit besonders gezielt und hochwertig gekauft.
Auch im Gesundheitsbereich liegen die Bons unter der Woche eng beieinander: 149,94 Euro am Dienstag und 150,39 Euro am Mittwoch. Der Montag fällt mit 138,18 Euro spürbar ab. Das deutet darauf hin, dass zu Wochenbeginn häufiger kürzere oder standardisierte Behandlungen stattfinden.
Donnerstag: Zahnarzt-Tag mit Spitzenbon
Der Donnerstag ist Österreichs teuerster Zahnarzt-Tag. Mit einem durchschnittlichen Rechnungsbetrag von 187,57 Euro pro Kartentransaktion liegt er klar an der Spitze der Woche. Am günstigsten wird dienstags bezahlt, mit 176,80 Euro im Schnitt. Die meisten Patientinnen und Patienten kommen zwar am Dienstag. Der Donnerstag steht aber stärker für planbare, aufwändigere Behandlungen.
Freitag: Einkauf für das Wochenende
Der Freitag steht im Zeichen der Vorbereitung. Tierhandlungen verzeichnen den höchsten Durchschnittseinkauf mit 67,61 Euro pro Transaktion. Das sind rund acht Prozent mehr als am schwächsten Tag, dem Donnerstag mit 62,64 Euro. Auch im Lebensmittelhandel ist der Freitag der Tag des größten Einkaufskorbs: Der durchschnittliche Bon liegt bei 30,79 Euro und damit rund 15 Prozent über dem Mittwoch mit 26,69 Euro. Am Samstag sinkt der durchschnittliche Bon. Der Einkauf wird häufiger, aber weniger gezielt getätigt.
Ausgebiebige Massagen werden besonders freitags gebucht. Mit 98,85 Euro pro Transaktion liegt der Wert rund 17 Prozent über dem Montag mit 84,83 Euro. „Freitag ist für viele Händler strategisch besonders wichtig. Hier wird nicht nur spontan gekauft, hier wird gezielt für das Wochenende disponiert“, so Knötzl.
Samstag: Hohe Frequenz, kleinere Bons
Der Samstag bleibt der klassische Einkaufstag. Im Lebensmittelhandel liegen die durchschnittlichen Bons jedoch unter jenen des Freitags. Der Einkauf findet häufiger statt, ist aber weniger gezielt. Im Bereich Bekleidung und Mode ergibt sich ein anderes Bild: Mit einem durchschnittlichen Bon von 146,85 Euro liegt der Samstag deutlich über dem Montag mit 119,67 Euro. Am Wochenende wird also nicht nur häufiger eingekauft. In der Mode wird auch stärker in höherwertige Produkte investiert.
Auch im Freizeitbereich konzentriert sich die Nachfrage stark auf den Samstag. Höhere Durchschnittsausgaben pro Transaktion lassen sich daraus jedoch nicht ableiten. Der Effekt entsteht vor allem durch die Bündelung der Besuche, nicht durch höhere Einzelbeträge.
Anlässe schlagen Routine
Besondere Anlässe wirken noch stärker als der Wochentakt. Am Valentinstag, dem 14. Februar 2026, liegt der durchschnittliche Bon in Blumengeschäften etwa beim Siebenfachen eines normalen Tages. Im Schmuck- und Uhrenhandel ist rund um Weihnachten ein ähnlicher Effekt sichtbar: Am 23. Dezember liegt der durchschnittliche Kaufbetrag etwa beim Fünffachen eines üblichen Wochentags. „Es reicht nicht, nur zu wissen, wann die meisten Kundinnen und Kunden kommen“, erklärt Knötzl. „Entscheidend ist, wann sie besonders viel ausgeben und wann sie gezielt kaufen. Moderne Zahlungslösungen helfen Händlern, starke Tage besser vorzubereiten und schwächere Nachfrage effizienter zu steuern.“
Methodenhinweis
Die Analyse basiert auf anonymisierten Kartenzahlungsdaten in Österreich aus dem Zeitraum Jänner bis April 2026. Ausgewertet wurde nach MCC-Codes. Berücksichtigt wurden Transaktionsanzahl und Umsatz je Wochentag. Der durchschnittliche Bon ergibt sich aus Umsatz dividiert durch Transaktionen. Tage mit weniger als zehn Transaktionen wurden ausgeschlossen.
Über Global Payments
Global Payments s.r.o. ist ein Joint Venture von Global Payments (NYSE: GPN) und der Erste Group. Das Unternehmen stattet Händlerinnen und Händler mit Zahlungsterminals und Kassensystemen aus, mit denen Barzahlungen und bargeldlose Zahlungen akzeptiert werden können. Darüber hinaus installiert Global Payments Ladestationen für Elektrofahrzeuge und unterstützt stationäre Geschäfte auf dem Weg zu automatisierten Self-Service-Stores mit durchgehendem Betrieb.
Für Online-Händler bietet Global Payments fertige E-Shops sowie eine Payment-Gateway-Lösung, über die Kundinnen und Kunden bequem per Mobiltelefon bezahlen können. Als erstes Unternehmen in Mitteleuropa brachte Global Payments mit GP tom eine Terminal-on-Mobile-Lösung auf den Markt, die ein Smartphone in ein Zahlungsterminal verwandelt. Seit dem Start wurde die Anwendung bereits von mehr als 60.000 Unternehmerinnen und Unternehmern in Europa auf Mobiltelefone heruntergeladen. Inzwischen wird die Lösung auch in Asien ausgerollt.
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