• 21.05.2026, 06:00:32
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Greenpeace-Test: Alarmierende Mengen Mikroplastik in Baby-Quetschies entdeckt

Tausende Partikel in internationalen Nestlé- und Danone-Produkten gefunden – Greenpeace fordert Untersuchungen des Gesundheitsministeriums von Quetschies in Österreich

Wien/Amsterdam (OTS) - 

Eine aktuelle Untersuchung im Auftrag von Greenpeace International deckt schockierende Mengen an Mikroplastik in Babynahrung der globalen Konzerne Nestlé und Danone auf. Der Test zeigt, dass die beliebten Kunststoff-Quetschbeutel („Quetschies“) winzige Plastikteilchen direkt in die Nahrung abgeben können. Durch ein einziges “Quetschie” können so bis zu 11.000 Mikroplastikpartikel von Kindern aufgenommen werden. Insgesamt sind in den getesteten Produkten über 80 Chemikalien identifiziert worden - darunter eine potentiell hormonell wirkende Chemikalie. Da in den österreichischen Regalen sehr ähnliche Verpackungen von Quetschies zu finden sind, ist auch hierzulande eine massive Belastung der Babynahrung zu befürchten. Angesichts der besonderen Gefährdung von Babys und Kleinkindern fordert Greenpeace, dass das Gesundheitsministerium umfassende Mikroplastik- und Schadstoffuntersuchung von Quetschies und Babynahrung in Österreich durchführt.

Madeleine Drescher, Konsumexpertin bei Greenpeace: „Während Eltern glauben, ihren Kindern einen gesunden Snack zu geben, entlarvt der Greenpeace-Test gefährliche Chemikalien und Mikroplastik in Quetschies. Gerade bei den Jüngsten ist das besonders problematisch. Solange solche Risiken nicht ausgeschlossen werden können, darf Plastik bei Babynahrung nicht der Standard sein."

Die Analyse eines unabhängigen Labors liefert erschreckende Belege: In den Beuteln von Danone fanden sich bis zu 99 Mikroplastik-Partikel pro Gramm Nahrung, bei jenen von Nestlé bis zu 54 Partikel. Das entspricht einer Belastung von über 11.000 Teilchen pro Danone-Quetschie und mehr als 5.000 Partikeln pro Nestlé-Quetschie – das sind bis zu 495 Mikroplastikteilchen pro Teelöffel. Als Quelle der Verunreinigung gilt das Verpackungsmaterial Polyethylen, das neben Mikroplastik auch Chemikalien abgibt. In Proben von Nestlé wurde zudem potentiell hormonell wirksame Chemikalie nachgewiesen. Chemikalien und Mikroplastik sind für Babys und Kleinkinder besonders problematisch, nachdem sich ihr Hormonsystem und Stoffwechsel noch entwickeln und deshalb besonders sensibel auf Schadstoffe reagieren können.

Trotz dieser Risiken wächst der internationale Markt für Quetschbeutel jährlich um über acht Prozent und verdrängt zunehmend traditionelle Glasverpackungen. Schon jetzt machen Quetschies ein Drittel des globalen Marktes für Babynahrung aus. Greenpeace fordert das Gesundheitsministerium auf, Babynahrung in Plastikbeuteln systematisch auf Mikroplastik und giftige Chemikalien zu prüfen.

Weitere Informationen zum Report und der Lage in Österreich finden Sie hier: https://act.gp/Plastik-Babynahrung
Unter Verwendung der angegebenen Credits stehen die Fotos & Grafiken kostenfrei zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung.

Rückfragen & Kontakt

Madeleine Drescher
Konsumexpertin
Greenpeace Österreich
Tel.: + 43 664 8817 2243
E-Mail: [email protected]

Magnus Reinel
Pressesprecher
Greenpeace Österreich
Tel.: + 43 664 8817 2210
E-Mail: [email protected]

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