- 20.05.2026, 11:54:02
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FPÖ – Kolm zu Inflation: „Regierung kann sich nicht länger hinter externen Schocks wie dem Iran-Krieg verstecken“
„Während die Inflation hierzulande 3,4 Prozent beträgt, liegt sie in Tschechien bei rund 2,5 Prozent“
„Inflation ist kein Mysterium, sondern entsteht nachvollziehbar: Wenn zu viel Geld auf zu wenige Güter trifft. Der aktuelle Energiepreisschock infolge des Iran-Kriegs ist real, erklärt aber nicht, warum Österreichs Inflation im April deutlich höher liegt als in einigen Nachbarländern. Während die Inflation hierzulande 3,4 Prozent beträgt, liegt sie in Deutschland bei rund 2,9 Prozent, und Tschechien kommt mit eigener Währung auf lediglich etwa 2,5 Prozent. Das zeigt klar, dass es nicht nur um externe Faktoren geht, sondern vor allem um strukturelle Unterschiede in der Preisentwicklung und um hausgemachte Fehler in der Wirtschaftspolitik“, erklärte heute FPÖ-Wirtschaftssprecherin NAbg. Barbara Kolm.
„Ein wesentlicher Teil unserer Inflation ist hausgemacht. Jüngstes Beispiel ist Wien. In der ohnehin hoch verschuldeten Bundeshauptstadt steigen die Personalkosten nun nochmals um rund zwölf Prozent. Anstatt die Verwaltung zu digitalisieren und effizienter zu gestalten, wird der öffentliche Apparat auf Kosten aller Steuerzahler personell weiter aufgebläht. Die Folgen sind steigende Gebühren für die Wiener Bevölkerung sowie höhere Abgaben für alle, die direkt auf die Preise durchschlagen. Gleichzeitig wirken die explodierenden Sozialtransfers im roten Wien als zusätzlicher Inflationstreiber, weil sie die Nachfrage erhöhen, ohne das Angebot auszubauen, und letztlich über neue Staatsschulden und höhere Abgaben finanziert werden müssen. Ich frage mich daher, wie SPÖ-Finanzminister Marterbauer das Wiener Schuldenfiasko überhaupt ‚gegenfinanzieren‘ will. Auch auf EU-Ebene verschärft die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank das Problem weiter. Durch jahrelanges Gelddrucken zur Finanzierung ständig wachsender Staatsausgaben wird immer mehr Geld in Umlauf gebracht. Dieses zusätzliche Geld erhöht die Nachfrage nominell, ohne dass das reale Angebot entsprechend wächst – die Folge ist ein Verlust an Kaufkraft. Der Bürger bezahlt die Ausgabenpolitik linker Regierungen letztlich über Inflation und Kaufkraftverlust im eigenen Börserl“, so Kolm.
„Der internationale Vergleich mit Deutschland und Tschechien zeigt eindeutig, dass es auch anders geht. Während Österreichs Inflation im April 2026 bei 3,4 Prozent liegt, bleiben beide Länder deutlich preisstabiler und entlasten damit ihre Bürger. Die ÖVP-geführte Bundesregierung kann sich daher nicht länger hinter externen Schocks wie dem Iran-Krieg verstecken. Sie muss endlich im Rahmen ihrer Möglichkeiten handeln. Steuern runter auf Treibstoffe, Gegenfinanzierung durch konsequente Ausgabensenkungen! Denn überhöhte Steuern auf Produktionsfaktoren treiben die Inflation zusätzlich an. Eine Regierung, die Inflationsbekämpfung ernst nimmt, beginnt zuerst bei sich selbst zu sparen und schlägt endlich einen angebotsorientierten wirtschaftspolitischen Kurs ein. All das sind Hausaufgaben, die die schwarz-rot-pinke Regierung trotz Iran-Kriegs schon längst hätte erledigen können“, betonte die FPÖ-Wirtschaftssprecherin.
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