• 19.05.2026, 15:54:32
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Waitz/Grüne: Fossile Düngerabhängigkeit finanziert Autokratien und gefährdet Europas Ernährungssicherheit

Kurzsichtiger Aktionsplan der Kommission, Düngemittelindustrie unter großen Krisengewinnern

Straßburg (OTS) - 

Die Europäische Kommission hat heute den Aktionsplan für Düngemittel vorgestellt. Große Teile der europäischen konventionellen Landwirtschaft sind auf Kunstdünger angewiesen. Durch die aufgrund des Iran-Krieges stark angestiegenen Düngerpreise wird es noch in diesem Jahr zu Ernterückgängen kommen. Der vorgestellte Aktionsplan der Kommission weist einige vielversprechende Punkte auf wie z.B mehr Transparenz am Düngemarkt, ist jedoch unzureichend und lückenhaft. Der Aktionsplan versucht viel Symptombekämpfung, entbehrt aber einer entschiedenen Ausstiegsperspektive aus der historischen Abhängigkeit von fossilen Düngemitteln.

Thomas Waitz, Delegationsleiter der österreichischen Grünen im Europäischen Parlament und Agrarsprecher der Greens/EFA, kritisiert: „Wie viele Warnsignale und Krisen brauchen wir noch bis wir unsere fossile Abhängigkeit beenden? Europas Landwirtschaft importiert einen Großteil ihres Stickstoffdüngers aus Ländern, deren Regierungen aktiv gegen europäische Interessen und Werte arbeiten. Jede Tonne russischen Stickstoffdüngers, die auf europäischen Feldern landet, finanziert Putins Kriegsmaschinerie und fossile Dünge- und Energieproduzenten kassieren Rekordsummen.“

Waitz spricht sich stattdessen klar für die Förderung naturnaher und biologischer Landwirtschaft aus: „Einer Biobäuerin ist der Kunstdüngepreis egal. Agrarökologische Landwirtschaft verschafft Landwirt*innen mehr Autonomie, verringert Umwelt- und Klimaschäden und spart Kosten für Bäuer*innen sowie Regierungen gleichermaßen. Bestes Beispiel: Klee, Erbsen oder Bohnen in Fruchtfolgen sammeln den Stickstoff selbst aus der Atmosphäre und düngen damit direkt den Boden.

So schützen wir unser Ernährungssystem vor der nächsten Krise, wenn eine Pipeline oder ein Seeweg unterbrochen werden oder ein Präsident durchdreht. Der vorgeschlagene Düngemittel-Aktionsplan sollte einen ehrgeizigeren Wandel zur Agrarökologie vorantreiben und sicherstellen, dass die Düngemittelindustrie nicht wieder einmal die lachende Profiteurin dieser Krise sein wird.“, so Waitz abschließend.

Rückfragen & Kontakt

Pressesprecherin Thomas Waitz
Ricarda Pfingstl, BA BA MA
Telefon: +32 470 29 89 17⁩
E-Mail: [email protected]

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