• 19.05.2026, 10:33:33
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Es reicht: Öffentliche Pauschalangriffe schaden dem Tourismusstandort Österreich

Bundesspartenobfrau Susanne Kraus-Winkler fordert Rückkehr zu Sachlichkeit und verantwortungsvoller Sozialpartnerschaft

Wien (OTS) - 

„Die laufenden öffentlichen Pauschalangriffe der Gewerkschaft vida und ihres Vorsitzenden Roman Hebenstreit auf Gastronomie und Hotellerie verursachen zunehmend einen massiven Imageschaden für den Tourismusstandort Österreich, und das weit über die Landesgrenzen hinaus. Es ist verantwortungslos, eine der wichtigsten Leitbranchen des Landes im In- und Ausland derart in Misskredit zu bringen. Das trifft nicht nur Unternehmerinnen und Unternehmer, sondern auch die vielen Beschäftigten der Branche sowie letztlich den gesamten Standort Österreich“, erklärt Susanne Kraus-Winkler, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich.

Österreich investiere seit Jahren konsequent in die internationale Positionierung als hochwertiges Tourismusland. „Unsere Gäste erwarten Gastfreundschaft, Qualität und Verlässlichkeit. Gerade deshalb ist es problematisch, wenn durch pauschale öffentliche Zuspitzungen das Bild einer gesamten Branche verzerrt dargestellt wird“, so Kraus-Winkler.

Seit Beginn der laufenden Kollektivvertragsverhandlungen vermischt vida-Vorsitzender Hebenstreit insbesondere unmittelbar vor Verhandlungsterminen regelmäßig einzelne Vorwürfe, Einzelfälle und kollektivvertragliche Forderungen zu öffentlichkeitswirksamen und reißerischen Kampagnen.

Hebenstreit hat selbst niemals im Tourismus gearbeitet und es auch noch nie der Mühe wert gefunden, sich mit dem Sozialpartner an den Verhandlungstisch zu setzen. Er richtet seine Botschaften vorzugsweise über die Medien aus und scheut das direkte Gespräch mit den Unternehmervertreter:innen.

„Missstände oder Gesetzesverstöße dürfen selbstverständlich niemals toleriert werden und müssen konsequent geahndet werden. Daraus jedoch pauschale Vorwürfe gegen eine gesamte Branche mit tausenden Betrieben und hunderttausenden Beschäftigten abzuleiten, ist nicht verantwortungsvoll“, betont die Bundesspartenobfrau.

Die Arbeitgeberseite sei der Arbeitnehmerseite in den vergangenen Jahren trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in zahlreichen Punkten immer wieder entgegengekommen:

So wurden die Kollektivvertragslöhne in den vergangenen vier Jahren um mehr als 27,1 Prozent angehoben. Zusätzlich wurden mit dem neuen Rahmenkollektivvertrag zahlreiche strukturelle Verbesserungen für Beschäftigte umgesetzt – darunter die Sonderzahlungen auf Ist-Lohn-Basis, die weitreichende Anrechnung von Vordienstzeiten und Branchenerfahrung, freie Wochenenden, erhöhte und ausgeweitete Zuschläge und Lehrabschlussboni.

„Es kann nicht bestritten werden, dass es in einer Branche mit rund 250.000 Beschäftigten und tausenden Betrieben auch arbeitsrechtliche Problemfälle geben kann. Schwarze Schafe schaden allerdings nicht nur den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern auch allen verantwortungsvoll wirtschaftenden Betrieben und dem Ruf der gesamten Branche. Gerade deshalb ist es nicht akzeptabel, aus einzelnen Vorfällen pauschale Vorwürfe gegen eine gesamte Branche abzuleiten“, so Kraus-Winkler.

Der österreichische Tourismus bestehe zu einem überwiegenden Teil aus familiengeführten Betrieben. Wertschätzung gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Gästen und Partnern sei dort gelebter Alltag und ein wesentlicher Bestandteil der österreichischen Gastlichkeit, so Kraus-Winkler.

„Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten erweist sich der Tourismus als stabile Säule für Wertschöpfung und Beschäftigung in Österreich. Diese Schlüsselbranche unserer Volkswirtschaft durch wiederholt verzerrte und einseitige öffentliche Darstellung von Einzelfällen bewusst zu beschädigen, ist verantwortungslos und gefährdet letztlich auch Vertrauen, Investitionen und Arbeitsplätze in Österreich. Die Arbeitgebervertretung würde niemals auf die Idee kommen, Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter:innen öffentlich an den Pranger zu stellen“, hält Kraus-Winkler abschließend fest. (PWK226/ES)

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