• 15.05.2026, 09:09:33
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Internationaler Tag der Familie: BÖP betont die Wichtigkeit stabiler Familienbeziehungen für psychische Gesundheit

Psychisches Wohlbefinden zwischen Familienbeziehungen und Ungleichheiten

Wien (OTS) - 

Der Internationale Tag der Familie findet dieses Jahr am 15. Mai 2026 unter dem Motto „Familien, Ungleichheiten und Kindeswohl“ statt. Er soll darauf aufmerksam machen, wie Ungleichheiten das Familienleben und die Zukunft von Kindern beeinflussen sowie auf den Bedarf nach mehr Investitionen in integrierter, familienorientierter Politik hinweisen. Der Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP) rückt in diesem Zusammenhang den Einfluss von Familienbeziehungen auf das psychische Wohlbefinden ins Bewusstsein.

Denn: Familie kann unterschiedliche Formen annehmen und ist nicht auf ein bestimmtes Modell beschränkt. Entscheidend für das psychische Wohlbefinden sind nicht die Strukturen, sondern die Qualität der Beziehungen.

Der Einfluss der Familienbeziehungen auf das psychische Wohlbefinden

Die eigene Familie bietet die erste Quelle für soziale Beziehungen im Leben. Soziale Beziehungen tragen einen wesentlichen Beitrag zum Wohlbefinden bei, indem sie Unterstützung im Alltag sowie in Krisensituationen liefern. Sie können jedoch auch zu Stress, einem verringerten Selbstwert oder depressiven Symptomen führen, zum Beispiel im Fall von Konflikten oder Gewalt.

Studien belegen einen positiven Zusammenhang zwischen familiärer Unterstützung und emotionaler, sozialer und psychischer Gesundheit. Gleichzeitig stehen negative familiäre Beziehungen mit einem erhöhten Risiko für Angststörungen und Depressionen in Zusammenhang. Zu negativen familiären Beziehungen gehören unsichere Bindung, Elternkonflikte und negative Kommunikation. Der private Raum ist nach wie vor für viele Frauen und Kinder ein gefährlicher Ort, an dem Gewalt und psychische Belastung erlebt wird.

Ungleichheiten und psychische Belastungen

Aber nicht nur Beziehungen können Unterstützungs- sowie Belastungsfaktoren innerhalb von Familien darstellen. Auch sozioökonomische Faktoren wie finanzielle Ressourcen sowie strukturelle und soziale Lebensbedingungen haben einen großen Einfluss auf Familien und infolgedessen auf das psychische Wohlbefinden ihrer Mitglieder, insbesondere Kinder. Daten zeigen, dass ein niedriges Einkommen und ein niedriges Bildungsniveau mit einem erhöhten Risiko für psychische Erkrankungen assoziiert sind. Im untersten Einkommensfünftel leiden sechsmal so viele Personen an Depressionen wie im oberen.

BÖP befürwortet Unterstützungsangebote, um Ungleichheiten auszugleichen

„Aus psychologischer Sicht stellen familiäre Beziehungen eine wichtige Komponente des psychischen Wohlbefindens dar. Familiäre Beziehungen können psychische Gesundheit sowohl begünstigen als auch beeinträchtigen und stellen somit einerseits einen Schutzfaktor und andererseits einen Risikofaktor dar. Es ist wichtig, dass die Politik und wir als Gesellschaft Rahmenbedingungen schaffen, die Familien ermöglichen, ihre positiven Auswirkungen bestmöglich zu entfalten“, so BÖP-Präsidentin a.o. Univ.-Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger.

Der BÖP unterstützt daher Maßnahmen und Angebote für Familien, die darauf abzielen, Ungleichheiten auszugleichen. Dazu zählen unter anderem finanzielle Unterstützung wie das Kindergeld, der Ausbau qualitativ hochwertiger und leistbarer Betreuungseinrichtungen, niederschwellige Bildungsangebote sowie der Zugang zu psychologischer Unterstützung.

Rückfragen & Kontakt

Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP)
Nathalie Winterink, BA BSc MSc
Telefon: 0670 35 41 296
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.boep.or.at

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