- 15.05.2026, 07:00:33
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Neßler/Grüne zum Tag der Familie: Fairer statt schwerer – Familien dürfen nicht die Leidtragenden des Budgets sein
Familien brauchen faire Unterstützung, verlässliche Leistungen und eine Politik, die ihnen das Leben leichter macht
Anlässlich des Internationalen Tags der Familie warnt die Familiensprecherin der Grünen, Barbara Neßler, vor den massiven Kürzungen für Familien durch die aktuellen Budgetpläne der Bundesregierung. Viele Familien stehen bereits vor großen Herausforderungen: Wohnen, Energie und Lebensmittel werden immer teurer, gleichzeitig holen die Bundesländer die Gelder für den Ausbau der Kinderbetreuung nicht ab.
„Familien brauchen jetzt Entlastung und Sicherheit, stattdessen macht diese Bundesregierung das Leben vieler Eltern noch härter. Gerade in Zeiten der Teuerung muss es für Familien fairer statt schwerer werden“, betont Neßler.
Besonders betroffen sind Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern. Durch die Aussetzung der Valorisierung der Familienbeihilfe, Kürzungen beim Kinderabsetzbetrag, beim Schulstartgeld sowie beim Klimabonus verlieren Familien Jahr für Jahr spürbar an Kaufkraft. Dazu kommen höhere Belastungen etwa durch die Erhöhung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge bei niedrigeren Einkommen.
Eine Alleinerzieherin mit zwei Kindern verliert dadurch laut Berechnungen der Grünen jährlich rund 1.515 Euro. Die Kürzungen beim Familienbonus sind hier noch nicht eingerechnet. „Für viele Familien bedeuten 1.515 Euro weniger am Konto nicht irgendeine abstrakte Zahl. Diese Zahl entscheidet darüber, ob sich der Wocheneinkauf noch ausgeht, ob Kinder neue Schuhe bekommen oder ein Schulausflug möglich ist“, so Neßler.
Wie angespannt die Situation vieler Familien bereits ist, zeigt auch die Kinderkostenstudie 2021: Bei zwei Kindern muss eine Alleinerzieherin durchschnittlich mit Kosten von rund 1.600 Euro pro Monat rechnen. Aufgrund der anhaltenden Teuerung dürften diese Kosten mittlerweile deutlich höher liegen.
Die Grünen fordern daher eine Politik, die Familien stärkt, statt sie zusätzlich unter Druck zu setzen. „Wir haben einen massiven Geburtenrückgang. Statt verhöhnender Tipps der Familienministerin brauchen Familie echte Anreize in Form von finanzieller Entlastung und flächendeckender Kinderbetreuung“, hält Neßler fest.
Abschließend fordert Neßler einen klaren Kurswechsel: „Zum Tag der Familie braucht es ein klares Signal: Familien müssen im Mittelpunkt stehen. Sie brauchen faire Unterstützung, verlässliche Leistungen und eine Politik, die ihnen das Leben leichter macht – nicht schwerer.“
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