- 12.05.2026, 09:20:32
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PFAS-Skandal in Schwechat: Greenpeace fordert von OMV lückenlose Aufklärung
Behörden müssen Belastungen durch Ewigkeitsgifte österreichweit untersuchen – Totalverbot von PFAS-Giften längst überfällig
Die gestern bekannt gewordene PFAS-Belastung rund um die OMV-Raffinerie Schwechat ist ein Umweltskandal mit Ansage. Jahrzehntelang sollen PFAS-haltige Löschschäume auf dem Raffineriegelände eingesetzt worden sein. Nun sind die giftigen „Ewigkeitschemikalien“ im Grundwasser und in privaten Hausbrunnen der Umgebung nachgewiesen worden. Betroffene Anrainer:innen werden aufgefordert, ihr Brunnenwasser nicht mehr als Trinkwasser oder zur Gartenbewässerung zu verwenden. Greenpeace fordert von der OMV eine lückenlose Aufklärung dieses Umweltskandals und eine sofortiges Verbot von PFAS.
Madeleine Drescher, Konsumexpertin bei Greenpeace: „Was wir in Schwechat sehen, ist die bittere Quittung für den sorglosen Umgang mit Ewigkeitschemikalien. PFAS bleiben: in Böden, dem Grundwasser und auch in unseren Körpern. Wenn die eigene Wasserversorgung zum Gesundheitsrisiko wird, ist das kein lokales Problem mehr, sondern ein Warnsignal für den gesamten Umwelt- und Gesundheitsschutz in Österreich.“
PFAS sind langlebige Ewigkeitschemikalien, die sich in der Umwelt nicht abbauen und mit gesundheitlichen Risiken wie Immunschwäche und Krebserkrankungen in Verbindung gebracht werden. PFAS-haltige Feuerlöschschäume sind eine der größten Ursachen für PFAS-Verschmutzung in der Umwelt. Trotzdem wurden diese Stoffe über Jahrzehnte verwendet, auch bei der OMV in Schwechat.
Da die Risiken von Ewigkeitschemikalien längst bekannt sind, fordert Greenpeace nun ein lückenloses österreichweites Monitoring, ein öffentliches PFAS-Register für belastete Böden und Wasser sowie ein rasches EU-weites Verbot dieser Umweltgifte. Bund und Länder müssen Industrieanlagen und Flughäfen systematisch untersuchen. Die OMV muss nach dem Verursacherprinzip eine umfassende Sanierung übernehmen und die Belastung rund um die Raffinerie weiter untersuchen lassen. „Die OMV muss jetzt die Karten auf den Tisch legen. Warum wurde jahrzehntelang nicht getestet? Wie groß ist die Belastung? Welche Gebiete sind betroffen? Wir fordern die ganze Wahrheit, ohne Wenn und Aber. Der Konzern darf sich jetzt nicht wegducken. Wer unsere Umwelt verunreinigt, muss die Zeche zahlen. Es geht um unser Wasser und unsere Zukunft“, so Drescher.
Rückfragen & Kontakt
Madeleine Drescher
Konsumexpertin
Greenpeace Österreich
Tel.: + 43 664 8817 2243
E-Mail: [email protected]
Magnus Reinel
Pressesprecher
Greenpeace Österreich
Tel.: + 43 664 8817 2210
E-Mail: [email protected]
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