- 11.05.2026, 13:04:02
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Samariterbund: Ohne Pflegekräfte keine Pflege
Zum Internationalen Tag der Pflegenden steht im Mittelpunkt, wie Pflegekräfte entlastet, im Beruf gehalten und für Pflegeberufe gewonnen werden können.
Anlässlich des Internationalen Tages der Pflegenden macht der Samariterbund auf die angespannte Personalsituation im Pflegebereich aufmerksam. Der zentrale Punkt ist klar: Ohne ausreichend Pflege- und Betreuungskräfte kann die Versorgung der Menschen langfristig nicht gesichert werden.
„Pflege steht und fällt mit den Mitarbeiter:innen. Wenn es nicht gelingt, Menschen für Pflegeberufe zu gewinnen und langfristig im Beruf zu halten, gerät das gesamte System weiter unter Druck“, warnt Andreas Balog, Geschäftsführer des Samariterbundes.
Der Fachkräftemangel sei längst Realität. Offene Stellen könnten vielerorts nur schwer nachbesetzt werden. Umso wichtiger seien Arbeitsbedingungen, die Pflegekräfte entlasten und ihnen Perspektiven bieten. Die demografischen Prognosen unterstreichen den dringenden Handlungsbedarf: Bis 2050 wird die Zahl der Pflegegeldbezieher:innen in Österreich um rund 57 Prozent auf über 730.000 steigen. Gleichzeitig wächst der Bedarf an qualifizierten Pflegekräften massiv.
Vereinbarkeit entscheidet über die Zukunft der Pflege
Der Samariterbund setzt deshalb gezielt auf Maßnahmen, die die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und persönlicher Gesundheit stärken. Flexible Arbeitszeitmodelle, individuell abgestimmte Dienstzeiten und die Berücksichtigung von wunschfreien Tagen sollen Mitarbeiter:innen jene Flexibilität ermöglichen, die sie im Alltag dringend brauchen.
Für dieses Engagement wurde der Samariterbund mit dem staatlichen Gütezeichen „berufundfamilie“ ausgezeichnet. „Viele Pflegekräfte verlassen den Beruf nicht, weil ihnen die Arbeit mit Menschen keine Freude mehr macht, sondern weil sich Beruf und Privatleben oft nicht wunschgemäß vereinbaren lassen“, so Balog.
Pflegekräfte brauchen Entlastung und ein gutes Arbeitsumfeld
Der Samariterbund investiert neben familienfreundlichen Arbeitsmodellen gezielt in die Gesundheit und Zufriedenheit seiner Mitarbeiter:innen. Fort- und Weiterbildungen, Coaching- und Supervisionsangebote sowie Maßnahmen zur Gesundheitsförderung sollen helfen, Belastungen zu reduzieren und Mitarbeiter:innen langfristig im Beruf zu halten.
Auch Mitgestaltung und Mitsprache spielen eine zentrale Rolle: Mitarbeiter:innen werden aktiv in Arbeitsabläufe und Qualitätsprozesse eingebunden. Für den Samariterbund ist klar, dass Wertschätzung für Pflege nicht nur aus Worten bestehen darf. Wer Pflege langfristig sichern will, muss Arbeitsbedingungen schaffen, unter denen Menschen gesund und nachhaltig arbeiten können und wollen.
Reformprozess weiterführen
Mit Maßnahmen der Arbeitgeber allein ist es aber nicht getan. Es benötigt Planungssicherheit, gezielte Investitionen, den Ausbau alternativer Wohnformen und eine weitere Attraktivierung des Pflegeberufs. Der Samariterbund appelliert an die politischen Entscheidungsträger:innen, den begonnenen Reformprozess gemeinsam mit den Trägerorganisationen endlich konsequent weiterzuführen und gezielt zu vertiefen. Denn die Herausforderungen in der Pflege lassen sich nur im Zusammenspiel von Politik, Praxis und Gesellschaft nachhaltig bewältigen.
„Pflege ist eine der zentralen Zukunftsfragen unseres Landes. Wenn Politik, Praxis und Gesellschaft gemeinsam eng zusammenarbeiten, können wir ein System schaffen, das sowohl für die Mitarbeiter:innen als auch für die betreuten Menschen nachhaltig gut funktioniert“, so Balog abschließend.
Rückfragen & Kontakt
Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs
Mag. Martina Vitek-Neumayer
Telefon: 06643582386
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