- 11.05.2026, 09:10:32
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Digitaltransformationsfonds vor dem Aus: VÖP warnt vor erheblichen Risiken für den Medienstandort
Der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) appelliert mit Nachdruck an die Bundesregierung, rasch die Weichen für die Fortführung des „Fonds zur Förderung der digitalen Transformation“ zu stellen. Die derzeitige Dotierung des Fonds endet mit Ende 2026, der Fonds selbst ist bereits nahezu ausgeschöpft. Gleichzeitig läuft auch die beihilfenrechtliche Genehmigung der Europäischen Kommission mit Ende 2026 aus. Ohne rasche politische Entscheidungen droht dem österreichischen Medienstandort ein massiver Rückschlag bei der digitalen Weiterentwicklung und damit ein erheblicher Wettbewerbsnachteil gegenüber internationalen Plattformkonzernen.
Der VÖP fordert daher zum einen die rasche Neudotierung des Fonds – idealerweise in Höhe von zumindest 30 Millionen Euro jährlich – sowie zum anderen die umgehende Einleitung des Verfahrens zur Verlängerung der bestehenden EU-Notifizierung. Der VÖP weist dabei darauf hin, dass die Verlängerung eines bestehenden, bewährten Förderinstruments europarechtlich deutlich einfacher und rascher umsetzbar als die Genehmigung neuer Fördermodelle.
„Die österreichischen Medienunternehmen stehen wirtschaftlich massiv unter Druck. Gleichzeitig müssen sie enorme Investitionen in digitale Technologien, Plattformen, Dateninfrastruktur und neue Angebotsformen stemmen, um im Wettbewerb mit globalen Big-Tech-Konzernen bestehen zu können. Wenn der Digitaltransformationsfonds nicht rechtzeitig verlängert wird, entsteht eine gefährliche Förderlücke mit langfristigen Folgen für den Medienstandort Österreich.“, erklärt VÖP-Präsident Christian Stögmüller.
Besonders unverständlich wäre ein Auslaufen des Fonds vor dem Hintergrund der jüngst veröffentlichten Evaluierungsstudie der RTR-GmbH. Die Studie bestätigt klar die Wirksamkeit des Digitaltransformationsfonds: Demnach ermöglicht er es österreichischen Medienhäusern, digitale Transformationsprojekte überhaupt umzusetzen, beziehungsweise deutlich früher oder in größerem Umfang zu realisieren. Darüber hinaus sichert er redaktionelle und technische Arbeitsplätze und trägt wesentlich zu Reichweitenstabilisierung und -steigerungen in einem strukturell herausfordernden Marktumfeld bei. Die Evaluierung zeigt damit eindeutig, dass die eingesetzten Mittel zielgerichtet und wirksam verwendet werden.
„Die RTR-Studie liefert einen eindeutigen Befund: Der Digitaltransformationsfonds funktioniert. Er stärkt Innovation, Beschäftigung und digitale Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Medienunternehmen. Gerade deshalb wäre es ein schwerer Fehler, dieses Instrument jetzt nicht zeitgerecht zu verlängern.“, betont der stellvertretende VÖP-Präsident Alexander Winheim.
Vor dem Hintergrund der zeitlichen Dringlichkeit spricht sich der VÖP dafür aus, die ursprünglich für die sogenannte „Mein-Abo-Förderung“ vorgesehenen Mittel, die ebenfalls der Stärkung der digitalen Wettbewerbsfähigkeit dienen sollten, nun für die Dotierung des Digitaltransformationsfonds heranzuziehen.
„Die digitale Transformation entscheidet über die Zukunftsfähigkeit österreichischer Medien. Wer unabhängige heimische Medienvielfalt sichern will, muss jetzt die richtigen Prioritäten setzen. Die Umwidmung der Mein-Abo-Fördermittel in den Digitaltransformationsfonds wäre ein sofort umsetzbarer und wirksamer Schritt.“, erklärt Corinna Drumm, VÖP-Geschäftsführerin.
Der VÖP richtet daher die dringende Aufforderung an die Regierungsparteien, noch in den kommenden Wochen eine Entscheidung zur Neudotierung des Fonds zu treffen und parallel dazu umgehend den Antrag auf Verlängerung der bestehenden EU-Genehmigung bei der Europäischen Kommission einzubringen. Nur so könne verhindert werden, dass Österreichs Medienbranche in einer entscheidenden Phase in ihrer digitalen Transformation ausgebremst wird.ausgebremst wird.
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