- 10.05.2026, 14:29:02
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Über 13.000 Menschen gedenken der Befreiung des KZ Mauthausen
Über 13.000 Menschen aus dem In- und Ausland nahmen am 10. Mai 2026 an der internationalen Befreiungsfeier der KZ-Gedenkstätte Mauthausen teil. Gemeinsam mit Zeitzeug:innen wie Lucy Waldstein und Katja Sturm-Schnabl, internationalen Delegationen und zahlreichen Jugendlichen wurde im Rahmen eines Gedenkzugs an die Befreiung des Konzentrationslagers und an dessen Opfer erinnert. Die Feierlichkeiten standen im Jahr 2026 im Zeichen des thematischen Schwerpunkts „Täter und Täterinnen im Nationalsozialismus“ und wurden international via YouTube-Livestream sowie in ORF III übertragen.
81 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen stand die internationale Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen im Zeichen des gemeinsamen Erinnerns und Mahnens. Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) organisierte die Feier gemeinsam mit dem Comité International de Mauthausen (CIM) und der Österreichischen Lagergemeinschaft (ÖLM).
An mehr als hundert ehemaligen Außenlagerstandorten in ganz Österreich wird zudem über das Jahr hinweg der Opfer gedacht. Die Befreiungsfeier in Mauthausen ist die größte Gedenkveranstaltung dieser Art in Europa. Sie wurde erneut live und international auf dem YouTube-Kanal des MKÖ gestreamt sowie im ORF II übertragen. Regierungsmitglieder, internationale Delegationen und Überlebende nahmen teil, ebenso wie zahlreiche Jugendliche, die das Vermächtnis der Opfer weitertragen.
Schwerpunkt 2026: Täter und Täterinnen im Nationalsozialismus
Die Gedenk- und Befreiungsfeiern des MKÖ widmen sich 2026 dem Themenschwerpunkt „Täter und Täterinnen im Nationalsozialismus“. Damit wird der Blick bewusst auf jene gelenkt, die durch aktives Handeln, Mitwirkung oder Wegsehen zur Umsetzung und Aufrechterhaltung des nationalsozialistischen Terrorsystems beigetragen haben. Ziel ist es, die gesellschaftlichen und individuellen Mechanismen sichtbar zu machen, die Verbrechen ermöglicht haben – und daraus Lehren für die Gegenwart abzuleiten.
Willi Mernyi, Vorsitzender des MKÖ, betonte: „Erinnerung darf nicht bei den Opfern stehen bleiben. Wir müssen auch verstehen, wie Täterinnen und Täter handeln konnten – und welche Strukturen das ermöglicht haben. Nur so können wir verhindern, dass sich Ausgrenzung, Entmenschlichung und Gewalt wiederholen.“
Gedenkzug als zentrales Element der Befreiungsfeier
An der Befreiungsfeier nahmen tausende Menschen aus ganz Europa und darüber hinaus teil – darunter die letzten Überlebenden des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Außenlager sowie zahlreiche Jugendliche. Der Gedenkzug bildete erneut das zentrale Element der Veranstaltung und führte durch das Gelände der ehemaligen Konzentrationslagerstätte.
Eröffnet wurde die Feier mit einer mehrsprachigen, virtuellen Verlesung des „Mauthausen-Schwurs“. Im Anschluss richtete MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi seine Begrüßungsworte an die Teilnehmer:innen vor Ort sowie an das internationale Publikum vor den Bildschirmen. Für musikalische Untermalung sorgten die Meira Mandlburger Connection und die Oberösterreichische Militärmusik.
Im Rahmen des Gedenkens legten rund 130 internationale Delegationen Kränze nieder. Redebeiträge von Vertreter:innen des MKÖ und des Präsidenten des Comité International de Mauthausen Guy Dockendorf unterstrichen die Bedeutung einer lebendigen Erinnerungskultur. Moderiert wurde die Befreiungsfeier erneut mehrsprachig von Konstanze Breitebner und Mercedes Echerer, die dabei erstmalig von den Gebärdensprachdolmetscherinnen Sabine Zeller und Panto Trivcovic begleitet wurden. Der Gedenkzug endete symbolisch mit dem Auszug aus dem ehemaligen Schutzhaftlager – als Zeichen der Befreiung der KZ-Häftlinge im Jahr 1945. Im Anschluss bestand die Möglichkeit zum individuellen, stillen Gedenken.
Bessere digitale Teilhabe dank A1-Kooperation
Erstmals wurde Besucher:innen der Internationalen Befreiungsfeier 2026 eine deutlich verbesserte digitale Teilhabe vor Ort ermöglicht. Dank einer Kooperation mit A1 stand am Gelände der KZ-Gedenkstätte Mauthausen eine wesentlich leistungsfähigere Internetverbindung zur Verfügung. Dadurch konnte die Gedenkzeremonie der Internationalen Befreiungsfeier am Appellplatz heuer live auf dem eigenen Smartphone mitverfolgt werden – auch aus Bereichen des Denkmalbezirks sowie vom Steinbruch aus. Das MKÖ ermöglichte damit insbesondere auch jenen Besucher:innen, die nicht unmittelbar am Hauptgeschehen teilnehmen können, einen barriereärmeren Zugang zur Veranstaltung.
Fotos und weiteres Pressematerial: https://www.befreiungsfeier.at/news-fotos/fotos
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Mauthausen Komitee Österreich
Willi Mernyi
Telefon: +43 (0) 664 103 64 65
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