- 10.05.2026, 08:45:32
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Gedenkfeier - SPÖ-Schatz: „Erinnern und Gedenken als Auftrag, Kampf gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus entschlossen zu führen!”
SPÖ dankt Mauthausen Komitee Österreich für Organisation der großen Internationalen Befreiungsfeier
Heute, Sonntag, findet die Befreiungsfeier in der Gedenkstätte Mauthausen statt. Zwischen August 1938 und Mai 1945 waren rund 200.000 Menschen im Konzentrationslager Mauthausen und seinen Außenlagern inhaftiert, etwa die Hälfte wurde dort ermordet. „Heute gedenken wir der Opfer des KZ-Systems Mauthausen. Ihre Geschichte ist unser Auftrag, in unserem täglichen Tun dafür zu sorgen, dass es nie wieder so weit kommt“, betont die SPÖ-Sprecherin für Erinnerungskultur Sabine Schatz anlässlich der Internationalen Befreiungsfeier in der Gedenkstätte Mauthausen. ****
„Man darf nicht glauben, dass das ‚Nie wieder‘ in Stein gemeißelt ist – wir müssen jeden Tag wachsam sein, wenn Menschen rassistisch diskriminiert werden, sei es am Arbeitsplatz oder im öffentlichen Raum. Wir müssen einschreiten, wenn antisemitische Mythen bei Firmenfeiern, in der Familie oder in den Medien reproduziert werden. Wir müssen laut sein, wenn mit Sündenbockpolitik versucht wird, Menschen gegeneinander aufzuhetzen“, so Schatz.
Seit Jahren steigen die Zahlen rechtsextremer Vorfälle und Straftaten in Österreich. „Da dürfen wir nicht wegschauen. Leere Worte helfen nicht – wenn wir heute von der Gedenkstätte nach Hause fahren, müssen wir morgen den Kampf gegen Rechtsextremismus fortsetzen“, erklärt Schatz und fordert eine rasche Umsetzung sowie die ausreichende Finanzierung des Nationalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus.
Thematischer Schwerpunkt 2026 mahnt zur Verantwortung in der Gegenwart
Der thematische Schwerpunkt der Befreiungsfeier 2026 lautet „Täter und Täterinnen im Nationalsozialismus“ – ein Schwerpunkt, der besonders in der Gegenwart zu Umsicht und entschlossenem Handeln mahnt. Täter und Täterinnen agierten auf unterschiedlichen Ebenen – von unmittelbarer Gewaltanwendung bis hin zur administrativen Organisation des NS-Terrors. Die Forschung zeigt, dass die Propaganda des NS-Regimes den Boden für die schrittweise Entmenschlichung der Opfer bereitete und dadurch die Beteiligung vieler Täter:innen erst möglich machte. „Gerade deshalb müssen wir heute in unserer historischen Verantwortung entschieden gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rechtsextremismus auftreten“, so Schatz.
Die SPÖ-Abgeordnete bedankt sich beim Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ), das diese große Internationale Befreiungsfeier jährlich organisiert. „Das ist ein großes Zeichen internationaler Solidarität und trägt zur Bewusstseinsbildung bei“, schließt Schatz. (Schluss) lw
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