- 08.05.2026, 17:38:02
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WB-Graf zu Schumann: Kein Platz für neue Zwangsmaßnahmen am Arbeitsmarkt
Mit deutlicher Verwunderung reagiert der Wirtschaftsbund auf die Aussagen von Sozialministerin Korinna Schumann zu einem Rechtsanspruch auf Stundenerhöhung bei Teilzeitbeschäftigten.
„Gerade in Zeiten massiven wirtschaftlichen Drucks auf unsere Betriebe sorgt dieser Vorstoß für Irritationen. Ein gesetzlicher Rechtsanspruch auf Stundenaufstockung war weder Teil der Regierungsverhandlungen noch der vereinbarten Entlastungsschritte für die Wirtschaft. Unsere Unternehmen brauchen jetzt Entlastung statt zusätzlicher Vorschriften und Bürokratie“, sagt Wirtschaftsbund-Generalsekretärin Tanja Graf.
Betriebe brauchen Entlastung statt neuer Vorgaben
Besonders kritisch sieht Graf, dass erneut zusätzliche arbeitsrechtliche Verpflichtungen diskutiert werden, anstatt die tatsächlichen Probleme am Arbeitsmarkt zu lösen: „Unsere Betriebe kämpfen bereits mit hohen Energie- und Lohnkosten, Bürokratie und Arbeitskräftemangel. Neue Rechtsansprüche und Eingriffe in die Personalplanung gehen völlig an der Realität vorbei.“
Vor allem kleine und mittlere Unternehmen seien von starren gesetzlichen Vorgaben betroffen: „Arbeitszeiten orientieren sich an Auftragslage, Öffnungszeiten und betrieblichen Abläufen. Viele KMU können Stunden nicht beliebig aufstocken, selbst wenn sie es wollten. Zusätzlicher gesetzlicher Druck würde insbesondere kleinere Betriebe massiv belasten.“
Statt neuer Rechtsansprüche brauche es bessere Rahmenbedingungen: „Wer Vollzeitpotenziale heben will, muss die Rahmenbedingungen verbessern: Kinderbetreuung ausbauen, Vollzeitarbeit attraktiver machen und Leistungsanreize stärken. Mehr Bürokratie ist genau das Gegenteil dessen, was Österreichs Betriebe derzeit brauchen“, so Graf abschließend.
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