- 07.05.2026, 14:20:32
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Samariterbund: Danke allein reicht nicht – jetzt entscheidet sich, wie Pflege in Zukunft erbracht wird
Zum Internationalen Tag der Pflegenden am 12. Mai appelliert der Samariterbund an die Politik, begonnene Reformschritte weiterzuführen.
Anlässlich des Internationalen Tags der Pflegenden am 12. Mai würdigt der Samariterbund die Leistungen der Pflegekräfte und richtet zugleich einen Appell an die politischen Entscheidungsträger:innen: Die bereits gesetzten Initiativen sind erste wichtige Schritte – nun gilt es, diesen Weg entschlossen weiterzugehen und strukturell abzusichern.
„Unsere Pflegekräfte leisten Tag für Tag Außergewöhnliches – mit hoher Professionalität und großem persönlichem Einsatz“, betont Andreas Balog, Geschäftsführer des Samariterbundes. „Für diese Leistung braucht es nicht nur Anerkennung, sondern verlässliche und langfristig tragfähige Rahmenbedingungen. Einige Maßnahmen wurden bereits angestoßen – jetzt kommt es darauf an, sie konsequent auszubauen.“ Die Anerkennung der Pflege als Schwerarbeit oder die Ausweitung der Kompetenzen von diplomiertem Pflegepersonal waren wichtige erste Schritte – es bedarf aber mehr.
Verlässliche Rahmenbedingungen weiterentwickeln
Aus Sicht des Samariterbundes braucht es insbesondere Planungssicherheit, gezielte Investitionen, den Ausbau alternativer Wohnformen und eine weitere Attraktivierung des Pflegeberufs. Dazu zählen unter anderem moderne Arbeitsmodelle, Entlastungsangebote im Berufsalltag sowie klare Entwicklungsperspektiven für Pflegekräfte. Hier besteht vor allem in den Assistenzberufen Nachholbedarf.
Fokus auf Vereinbarkeit Beruf und Familie
Der Samariterbund setzt im Rahmen seiner Möglichkeiten als Arbeitgeber bereits konkrete Maßnahmen um und wurde etwa mit dem staatlichen Gütezeichen „berufundfamilie“ ausgezeichnet. Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird bei uns großgeschrieben: So starten heuer beispielsweise zwei Pilotprojekte zur Kinderbetreuung während der Sommerferien. Zusätzlich tragen flexible Arbeitszeiten, individuelle Urlaubsregelungen, Supervision und innovative Führungsmodelle wie „Shared Leadership“ dazu bei, den Beruf nachhaltig attraktiver zu gestalten. „Diese Ansätze zeigen, was möglich ist. Mit entsprechender politischer Unterstützung können solche Modelle noch breiter wirksam werden“, so Balog.
Nachhaltigkeit und Pflege gemeinsam denken
Auch die Verbindung von Pflege und Nachhaltigkeit gewinnt zunehmend an Bedeutung. In Pflegeeinrichtungen entstehen grüne Lebensräume, die sowohl die Lebensqualität der Bewohner:innen als auch die Arbeitsbedingungen verbessern. „Hier zeigt sich, wie durch gezielte Investitionen mehrere gesellschaftliche Ziele gleichzeitig erreicht werden können – von Klimaschutz über Energieunabhängigkeit bis zur Gesundheitsförderung“, erklärt Balog. „Solche Entwicklungen verdienen Rückenwind.“
Pflege jetzt zukunftssicher machen
Die demografischen Prognosen unterstreichen den dringenden Handlungsbedarf: Bis 2050 wird die Zahl der Pflegegeldbezieher in Österreich um rund 57 % auf über 730.000 steigen, gleichzeitig wächst der Bedarf an qualifizierten Pflegekräften deutlich.
„Diese Zahlen geben eine klare Richtung vor und dürfen trotz angespannter Budgetsituation nicht zu Leistungskürzungen führen“, sagt Balog. „Je entschlossener wir jetzt handeln, desto besser können wir die Versorgung sichern und die Qualität weiterentwickeln.“
Fazit: Jetzt die nächsten Schritte setzen
Der Samariterbund lädt die politischen Entscheidungsträger:innen ein, den begonnenen Reformprozess gemeinsam mit den Trägerorganisationen weiterzuführen und gezielt zu vertiefen.
„Pflege ist eine der zentralen Zukunftsfragen unseres Landes. Wenn Politik, Praxis und Gesellschaft hier eng zusammenarbeiten, können wir ein System schaffen, das sowohl für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für die betreuten Menschen nachhaltig gut funktioniert“, so Balog abschließend.
Rückfragen & Kontakt
Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs
Mag. Martina Vitek-Neumayer
Telefon: 06643582386
E-Mail: [email protected]
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