- 07.05.2026, 10:38:32
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Grüne Wirtschaft: Leerer Fördertopf beim Heizkesseltausch ist klimapolitische Bankrotterklärung
Jungwirth: „Die Bevölkerung ist beim Klimaschutz längst weiter als die Bundesregierung“
Die Grüne Wirtschaft übt wegen der drohenden Ausschöpfung der Fördermittel für den Heizkesseltausch scharf Kritik an der Unterdotierung des Fördertopfs durch die Bundesregierung. Nachdem bereits Anfang des Jahres die Förderung der thermischen Sanierung gestrichen wurde, dürfte nun der verbleibende Fördertopf für den Heizungstausch in wenigen Wochen leer sein. Für die Grüne Wirtschaft ist das ein alarmierendes Signal für den Wirtschaftsstandort und die Klimapolitik.
Sabine Jungwirth, Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft:„Dass selbst bei der stark reduzierten Förderquote der Topf innerhalb kürzester Zeit ausgeschöpft ist, zeigt vor allem eines: Die Bevölkerung ist beim Klimaschutz längst weiter als die Bundesregierung. Während Dürreperioden, Waldbrände und sinkende Erträge bei der Wasserkraft die Folgen der Klimakrise immer deutlicher machen, kürzt die Regierung ausgerechnet dort, wo Investitionen dringend notwendig wären.“
Die aktuelle Entwicklung sei eine direkte Folge falscher politischer Prioritäten. Statt langfristig für Planungssicherheit zu sorgen, wird beim Klimaschutz gekürzt. „Die Unterdotierung der Förderungen ist eine klimapolitische Bankrotterklärung. Minister Totschnig setzt die falschen Prioritäten und gefährdet damit nicht nur das Erreichen der Klimaziele, sondern auch Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Österreich“
, so Jungwirth.
Besonders kritisch sieht die Grüne Wirtschaft das Streichen der Sanierungsförderung. Thermische Sanierungen reduzieren dauerhaft Energiekosten, senken den Energieverbrauch und stärken regionale Wertschöpfung. Gleichzeitig sorgen Investitionen in Heizkesseltausch, Gebäudesanierung und erneuerbare Energien für Beschäftigung in Zukunftsbranchen.
„Klimaschutz ist ein zentraler wirtschaftlicher Faktor. Investitionen in die Energiewende schaffen Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Land und machen Unternehmen sowie Haushalte unabhängiger von Krisen“
, so Jungwirth.
Auch aktuelle Studien warnen vor den Folgen der Kürzungspolitik. Das Wegener Center der Universität Graz belegt in einer Veröffentlichung im April 2026, dass Einsparungen beim Klimaschutz langfristig deutlich höhere volkswirtschaftliche Schäden verursachen. Gleichzeitig könnten konsequente Investitionen einen Großteil der klimabedingten Kosten verhindern.
Die Grüne Wirtschaft fordert daher eine deutliche Aufstockung der Klimaförderungen und die Wiedereinführung eines eigenen Fördertopfs für thermische Sanierungen zusätzlich zu einer Aufstockung der Mittel für den Heizkesseltausch. Gegenfinanziert werden soll dies durch den Abbau klimaschädlicher Subventionen, die dem Staat aktuell bis zu 5,7 Milliarden Euro pro Jahr kosten.
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