- 05.05.2026, 14:28:32
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Voglauer: Wir müssen unser kostbares Trinkwasser endlich vor PFAS-Pestiziden schützen
Grüne: Bundesregierung muss jetzt handeln und Ewigkeitschemikalien in Wasser und Böden verbieten
„Was auf den ersten Blick nach einer guten Nachricht klingt, muss auf den zweiten ein längst überfälliger Weckruf sein: Die Belastung des Trinkwassers mit Ewigkeitschemikalien hat in Österreich noch keine gesundheitsschädlichen Ausmaße erreicht. Aber die laufende Kontamination unserer Lebensgrundlagen mit PFAS und deren Abbauprodukt TFA muss gestoppt werden, bevor diese Schwelle überschritten wird“, fordert Olga Voglauer, Landwirtschaftssprecherin der Grünen.
„Die heute von Global2000 präsentierten Messdaten zeigen eindeutig, dass in ganz Österreich dringender Handlungsbedarf besteht. Gemeinsam mit Bürger:innen hat die Umwelt-NGO in den vergangenen zwei Jahren 55 Proben aus insgesamt 44 Anlagen von Trinkwasserversorgern in allen Bundesländern gezogen. Diese versorgen insgesamt rund 3,9 Millionen Österreicher:innen. Zum ersten Mal konnte damit eine österreichweite Datensammlung erstellt werden, um nachzuforschen, wie dramatisch die Belastung unseres Trinkwassers mit TFA bereits fortgeschritten ist“, sagt Voglauer.
„Österreichweit lag der Mittelwert bei 0,96 µg TFA je Liter Trinkwasser. In der EU-Wasserrahmenrichtlinie gelten 0,1 µg/l als Schwellenwert für gesundheitlich relevante Abbauprodukte von Pestiziden im Grundwasser. Für Trinkwasser existiert kein solcher Grenzwert“, sagt Voglauer.
„Die Daten weisen auch darauf hin, dass die TFA-Belastung dort höher ist, wo besonders intensiv Ackerbau und Gemüsebau betrieben wird. Das ist kein Wunder, denn in Österreich wurden in den vergangenen Jahren zunehmend Pestizide verkauft, die mit Ewigkeitschemikalien versetzt sind. Das konnten wir anhand unserer parlamentarischen Anfragen feststellen. Gleichzeitig kontrollieren die dafür zuständigen Bundesländer die Pestizidanwendung mehr als dürftig, Boden- und Blattproben werden nur in seltenen Fällen gezogen“, so Voglauer.
Bei den Pestiziden sei auch der Hebel anzusetzen, meint Voglauer: „Mit einem Verbot von PFAS-Pestiziden wäre ein wichtiger erster Schritt getan, damit diese fortlaufende Vergiftung unserer wichtigsten Lebensgrundlagen ein Ende findet, anstatt ständig noch weiter anzuwachsen. Wir Grüne fordern auch seit Langem eine Transparenzdatenbank zur Pestizidanwendung, damit Wasserversorger:innen, Ärzt:innen und Bürger:innen wissen, was und womit um sie herum gespritzt wird. Doch die Bundesregierung verschließt hier weiter die Augen. Wie viele Weckrufe brauchen Landwirtschafts- und Umweltminister Totschnig und Gesundheitsministerin Schumann noch, um aus ihrer Traumtänzerei aufzuwachen und endlich tätig zu werden?“
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