- 04.05.2026, 10:29:32
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Grüne/Schallmeiner: ME/CFS-Betroffene verdienen endlich Versorgung statt weiterer Verzögerung
„ME/CFS ist keine Randnotiz, sondern für zumindest 80.000 Menschen in Österreich bittere Realität. Und trotzdem fehlen bis heute vielfach Versorgung, soziale Absicherung, qualitätsgesicherte Begutachtung und ernsthafte Forschung, also genau das, was längst selbstverständlich sein müsste. Die Kontroverse der letzten Woche rund um die Begutachtungspraxis betrifft ME/CFS-Betroffene genauso wie das oftmalige Fehlen guter medizinischer Versorgung. Angafangen von der Diagnose bis zur Anerkennung der Erkrankung“, betont Ralph Schallmeiner, Gesundheitssprecher und Sprecher für Menschen mit Behinderungen der Grünen, anlässlich des Internationalen ME/CFS-Tages und der neuen Petition der “Österreichischen Gesundheitskasse ME/CFS” (ÖG ME/CFS) sowie der “We&Me Stiftung” der Familie Ströck.
Schallmeiner erneuert die Forderung an Bundesregierung und Systempartner:innen, den im November 2024 vorgelegten PAIS-Aktionsplan endlich konsequent und vollständig umzusetzen. Der Aktionsplan PAIS ist damals mit Betroffenenvertreter:innen, Expert:innen sowie Vertreter:innen von Ländern und Sozialversicherung erarbeitet worden, um bestehende strukturelle Versorgungslücken endlich zu schließen.
„Dieser Aktionsplan war ein hart errungener Kompromiss. Doch statt Umsetzung erleben wir seit über einem Jahr Verzögerung, Intransparenz und die berechtigte Sorge, dass zentrale Inhalte hinter verschlossenen Türen verwässert werden. Genau das darf aber nicht passieren. Vor allem die Sozialversicherungen und Länder müssen liefern statt verzögern“, sagt Schallmeiner.
Die Grünen unterstützen daher die Petition von ÖG ME/CFS und We&Me ausdrücklich. „Es braucht die vollständige Umsetzung des Plans: ohne Abschwächung, ohne Relativierung und ohne weiteres politisches Wegschauen. Dafür aber mit klarer Einbindung von Betroffenen und fachlicher Expertise. Ohne Wenn und Aber. Wer ME/CFS weiter derart ignoriert, verlängert Leid, Unsicherheit und systematisches Versagen auf dem Rücken tausender Betroffener“, sagt Schallmeiner.
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