- 03.05.2026, 12:28:02
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Maurer/Grüne zu Wiederkehr: Bildungsminister ist gut im Ankündigen, aber schlecht im Umsetzen
„Es braucht wirksame Verbesserungen in den Klassenzimmern und keinen Aktionismus“
Die heutige ORF-Pressestunde von Bildungsminister Christoph Wiederkehr sei einmal mehr enttäuschend verlaufen, bilanziert die grüne Bildungssprecherin und stellvertretende Klubobfrau Sigi Maurer: „Bildungsminister Wiederkehr ist gut im Ankündigen, aber schlecht im Umsetzen. Davon haben weder die Kinder noch die Lehrer etwas. Die Dauerinszenierung hilft keinem Kind und keiner Lehrerin weiter, solange keines der Vorhaben auf den Boden gebracht wird.“
Maurer konkretisiert ihre Kritik anhand eines Beispiels: „Der Ausbau von Unterstützungspersonal wurde als zentrales Versprechen angekündigt. Rausgekommen ist eine mikrige Personalaufstockung, die absolut unzureichend ist. Gerade mal 30 neue Stellen für Schulsozialarbeit für 1,1 Millionen Schüler:innen sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Das ist Aktionismus, aber keine wirksame Verbesserung.“
Die Bildungssprecherin der Grünen erinnert auch daran, dass 2024 eine Reform des Lehramtsstudiums gesetzlich beschlossen wurde: „Und während diese sowie die neuen Lehrpläne noch mitten im Rollout stecken, will der Minister sie schon wieder über den Haufen werfen. Dabei verharrt er bei der am 1. April angekündigten Lehrplanreform in veraltetem Kasteldenken: Hier eine Stunde dazu, dort eine Stunde weg, das macht ein System nicht zukunftsfit, sondern sorgt für massive Verunsicherung. Während die Schulen aus allen Löchern pfeifen, belastet dieser Übereifer das Personal zusätzlich. Echte Innovation braucht ein stabiles Fundament statt bloßer medialer Inszenierung.“
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