• 02.05.2026, 08:20:32
  • /
  • OTS0002

FCG-Waldner: „Pensionist:innen leisten 9-Milliarden-Euro-Beitrag zur Budgetsanierung“

Wien (OTS) - 

In der aktuellen Debatte rund um das Doppelbudget 2027/28 wird seitens des Thinktanks Agenda Austria behauptet, der Pensionssektor bleibe von Sparmaßnahmen „unberührt“. Die FCG-Pensionist:innen widersprechen dieser Darstellung entschieden: Tatsächlich trägt die ältere Generation mit einer Gesamtbelastung von knapp neun Milliarden Euro einen erheblichen Anteil an der Budgetkonsolidierung.

Neun Milliarden Euro Belastung

Die vorliegenden Berechnungen zeigen die Dimension der bereits erbrachten und noch geplanten Einschnitte deutlich: Rund 8,4 Milliarden Euro wurden Pensionistinnen und Pensionisten bereits in der laufenden Legislaturperiode abverlangt. Für die Jahre 2027 und 2028 kommen weitere 550 Millionen Euro hinzu. Insgesamt ergibt sich daraus eine Belastung von rund neun Milliarden Euro.

Für den Einzelnen bedeutet das ein Minus von durchschnittlich 3.500 bis 3.600 Euro im betrachteten Zeitraum bzw. etwa 60 Euro pro Monat, erklärt Wilhelm Waldner, Vorsitzender der FCG-Pensionist:innen im ÖGB. „Das entspricht rund vier Prozent einer Durchschnittspension. Wer hier von ‚unberührten Pensionen‘ spricht, betreibt bewusste Desinformation zulasten der Seniorinnen und Senioren.“

Kritik an weiteren Kürzungsforderungen

Die FCG-Pensionist:innen weisen die Kritik von Agenda Austria entschieden zurück. Während der Thinktank die geplante Pensionsanpassung von 0,25 Prozentpunkten unter der Inflation als „symbolisch“ bezeichnet und eine Kürzung um einen Prozentpunkt fordert, warnt die FCG vor den sozialen Folgen.

„Weitere Kürzungen würden die Kaufkraft massiv schwächen“, so Waldner. „Gleichzeitig werden Beiträge von Unternehmen oder vermögensbezogene Maßnahmen als ‚standortschädlich‘ abgelehnt. Diese einseitige Lastenverteilung ist zutiefst unfair.“

Dauerhafte Kaufkraftverluste

Die Belastungen entstehen nicht nur durch direkte Einschnitte, sondern insbesondere durch geringere Anpassungen und damit verbundene reale Kaufkraftverluste. „Eine nicht erfolgte Anpassung bedeutet für Pensionistinnen und Pensionisten einen dauerhaften Verlust im Geldbörsel. Es handelt sich um eine systematische Verschiebung der Konsolidierungslast auf eine einzige Bevölkerungsgruppe“, betont Waldner.

Forderung nach fairer Lastenverteilung

Die FCG-Pensionist:innen fordern daher ein Umdenken: Pensionen dürften nicht länger als beliebige Manövriermasse zur Schließung von Budgetlücken dienen und seien kein „Bankomat“ für Einsparungen. Stattdessen sollten auch andere Einsparungspotenziale geprüft werden – etwa kürzlich bekannt gewordene Doppel- und Dreifachförderungen.

Strukturreformen seien grundsätzlich notwendig, müssten jedoch mit Augenmaß erfolgen und dürften nicht als Deckmantel für einseitige soziale Einschnitte dienen.

„Pensionistinnen und Pensionisten leisten bereits einen Milliardenbeitrag. Die Grenze der Belastbarkeit ist erreicht“, so Waldner abschließend.

Rückfragen & Kontakt

Fraktion Christlicher Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter
Mag. Denis Strieder, BA
Pressereferent
Telefon: +43 1 534 44-39287
E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FCG

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel