- 30.04.2026, 15:06:02
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FPÖ – Brückl: „Aufweichung der Deutschförderklassen ist bildungspolitischer Irrweg des NEOS-Ministers“
„Erst Deutsch, dann Schule. Das wäre überhaupt die richtige Reihenfolge“
„Die von NEOS-Bildungsminister Wiederkehr geplante Aufweichung der Deutschförderklassen und Deutschförderkurse wird den massiven Notstand an unseren Schulen nicht beheben, sondern weiter verschärfen“, erklärte heute FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Hermann Brückl. „Wiederkehr schlägt mit der Ermöglichung sogenannter integrativer Modelle, bei denen die Deutschförderung im Regelunterricht stattfinden kann, einen falschen Weg ein. Gerade Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen brauchen nämlich gezielte, intensive und vor allem klare Strukturen und keine Verwässerung im Klassenverband“, stellte Brückl klar.
So zeigen aktuelle Zahlen der Statistik Austria, dass jeder zehnte Schüler in einer Volksschule Bedarf an Deutschförderung hat und ein Drittel der Pflichtschüler braucht sogar länger als ein Jahr eine Unterstützung: „Anstatt nun ein funktionierendes System weiterzuentwickeln, wird es nun aus ideologischen Gründen aufgeweicht. Das ist ein Schlag ins Gesicht all jener Lehrer, die tagtäglich unter schwierigen Bedingungen versuchen, den Unterricht aufrechtzuerhalten“, kritisierte Brückl.
Besonders dramatisch sei die Situation in Ballungsräumen wie Wien. „Dort hat mittlerweile jeder zweite Schüler Deutsch nicht mehr als Muttersprache. Unter solchen Voraussetzungen wird Deutsch im Klassenzimmer immer mehr zur Fremdsprache zurückgedrängt. Wer hier die Deutschförderklassen abschwächt, verschärft die Probleme für alle – für Schüler mit Förderbedarf ebenso wie für jene, die dem Unterricht problemlos folgen könnten“, erklärte der FPÖ-Bildungssprecher.
„Deutsch ist der Schlüssel zu Bildung, Integration und gesellschaftlicher Teilhabe. Daher braucht es verpflichtende und konsequent geführte Deutschförderklassen, bis die Kinder dem Unterricht folgen können. Erst Deutsch, dann Schule. Das wäre überhaupt die richtige Reihenfolge. Alles andere ist ein bildungspolitischer Irrweg und geht zulasten unserer Schüler und Lehrer“, stellte Brückl klar.
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