- 29.04.2026, 14:37:32
- /
- OTS0167
WKÖ-Klacska kritisiert: „Staat sichert sich üppige Einnahmen aus LKW- und Bus-Maut“
Asfinag-Bilanz zeigt hohe Erträge durch Maut, woraus der Staat mehr als 500 Millionen Euro an Ertragssteuern und Dividende kassiert
„Der aktuelle Asfinag-Jahresbericht zeigt einmal mehr, worauf wir bereits im Vorfeld hingewiesen haben: Dank der wiederkehrenden Mauterhöhungen sorgt die Lkw- und Bus-Maut für hohe Einnahmen für die Asfinag und damit auch für satte Rückflüsse an den Staat. Das bestätigt, dass die Maut deutlich höher ist als die Infrastrukturkosten und neuerliche Erhöhungen nicht mehr zu rechtfertigen sind“, kritisiert Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Konkret bescherten die fahrleistungsabhängige Lkw- und Bus-Maut der Asfinag 2025 Einnahmen von 1,795 Milliarden Euro, das sind um 7,9 Prozent mehr als im Jahr davor. „Und das, obwohl die Fahrleistung auf Österreichs Straßen aufgrund der flauen Konjunktur kaum gestiegen ist“, so Klacska.
Ein Blick auf zentrale Kennzahlen unterstreicht diese Dynamik. So weist die Gewinn- und Verlustrechnung ein Jahresergebnis von rund 840 Millionen Euro aus. Zum Vergleich: 2024 betrug der Gewinn 734 Millionen Euro. Das kumulierte Konzernergebnis beläuft sich mittlerweile auf fast 9,5 Milliarden Euro. Aber auch die Umsatzrendite von 26 Prozent ist außerordentlich hoch. „Das sind Kennzahlen, von denen Privatunternehmen im Bereich Transport und Verkehr nur träumen können. Die Asfinag ist nicht nur auf Kosten der Autofahrerinnen und Autofahrer, sondern auch auf Kosten der Transportbranche höchst profitabel“, analysiert Klacska.
Welche finanziellen Spielräume dies verschafft, sieht man Klacska zufolge auch daran, dass sich die Personalkosten der Asfinag seit 2020 um 52 % erhöht haben, allein 2025 gab es ein Plus von 8 %. „Auch diese Steigerungen sind in Zeiten wie diesen, wo die Abschlüsse in der Privatwirtschaft für 2025 deutlich unter 4 Prozent lagen, außergewöhnlich hoch.“
Hauptprofiteur der höhen österreichischen LKW-Maut ist aber letztlich der Staat, wie die Rückflüsse zeigen: Ertragssteuern und Dividende zusammengerechnet, flossen im Vorjahr 513 Millionen Euro von der Asfinag ins Budget zurück.
„Es ist nicht einzusehen, warum wir EU-weit die höchste fahrleistungsabhängige Maut haben und sich der Staat dadurch ein sattes Körberlgeld verdient. Wir fordern, dass zumindest im kommenden Jahr noch einmal die Valorisierung ausgesetzt wird. Gerade die Transportbranche, die ohnehin so stark unter den gestiegenen Energiepreisen leidet wie keine andere, darf nicht zusätzlich belastet werden“, so Klacska abschließend. (PWK199/DFS)
Rückfragen & Kontakt
Digital Media & Communication
Pressestelle
Wirtschaftskammer Österreich
T 0590 900 – 4462
[email protected]
https://www.wko.at/oe/news/start
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PWK






