• 29.04.2026, 11:39:02
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Versorgung von Kinderherzpatient:innen von MedUni Wien und AKH Wien ist europäische Spitze

Kinderherzzentrum als integraler Teil des Comprehensive Center for Cardiovascular Medicine

Mit Georg Hansmann als neuem Abteilungsleiter und Professor für
Pädiatrische Kardiologie entwickeln die Medizinische Universität
Wien und das Universitätsklinikum AKH Wien das Kinderherzzentrum als
integralen Teil des Comprehensive Center for Cardiovascular Medicine
strategisch weiter. Ebenfalls neu im Kinderherzzentrum (Pediatric
Heart Center Vienna) ist Peter Murin, der im Zentrum die
Programmleitung Kinderherzchirurgie verantwortet.
Wien (OTS) - 

Mit Georg Hansmann als neuem Abteilungsleiter und Professor für Pädiatrische Kardiologie entwickeln die Medizinische Universität Wien und das Universitätsklinikum AKH Wien das Kinderherzzentrum als integralen Teil des Comprehensive Center for Cardiovascular Medicine strategisch weiter. Ebenfalls neu im Kinderherzzentrum (Pediatric Heart Center Vienna) ist Peter Murin, der im Zentrum die Programmleitung Kinderherzchirurgie verantwortet.

Das Kinderherzzentrum Wien steht für akademische Spitzenmedizin und bündelt die Expertise von Pädiatrischer Kardiologie, Herzchirurgie, HTG-Anästhesie, und Neonatologie/Pädiatrische Intensivmedizin. Dadurch versprechen sich MedUni Wien und AKH Wien eine weitere Verbesserung der Patient:innenversorgung, der translationalen Forschung, und innovativen Lehre.

Mit Jänner 2026 hat Georg Hansmann die Professur für Pädiatrische Kardiologie an der Medizinischen Universität Wien übernommen. Zugleich leitet er die Klinische Abteilung für Pädiatrische Kardiologie mit dem Kinderherzzentrum an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde. Gemeinsam mit der Universitätsklinik für Herz- und Thorakale Aortenchirurgie unter der Leitung von Daniel Zimpfer und weiteren Fachbereichen, wie der fetalen Medizin, pädiatrischen-neonatologischen Intensivmedizin, HTG-Anästhesie, kardiovaskulären Radiologie und pädiatrischer Herz- und Lungentransplantation, soll das Kinderherzzentrum Wien gezielt klinisch und wissenschaftlich weiterentwickelt werden.

„Bereits heute bietet das Kinderherzzentrum Wien als einziger Standort in Österreich das gesamte Spektrum der Kinderherzmedizin – von komplexer Neugeborenenherzchirurgie bis zum Organersatz. Mit mehreren tausend ambulanten Patient:innenkontakten und einem hohen chirurgischen Volumen zählt das Zentrum zu den größten Einrichtungen im DACH-Raum“, erklärt Daniel Zimpfer die Ausgangssituation.

„In den Jahren 2024 und 2025 wurden im Kinderherzzentrum Wien 345 bzw. 344 Operationen durchgeführt, davon ca. ein Viertel bei Neugeborenen und etwa ein Drittel bei Säuglingen (31-365 Tage)“, sagt Peter Murin, Programmleiter der Chirurgie angeborener Herzfehler und Kinderherzchirurgie. Zusätzlich werden pro Jahr 80-100 Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern (EMAH) operiert, betont Daniel Zimpfer. Kinderkardiologe Erwin Kitzmüller ergänzt: „In den Jahren 2024 und 2025 erfolgten 289 bzw. 264 Herzkatheteruntersuchungen, davon ca. 10 % bei Neugeborenen und 25 % bei Säuglingen; in den allermeisten Fällen (> 75%) wurden dabei kardiovaskuläre Interventionen (Defektverschlüsse mit Schirmchen, Ballondilatationen, Stents, etc.) durchgeführt.“

Klinisch setzen die Expert:innen auf die effektive und innovative Behandlung angeborener Herzfehler, erworbener Herzerkrankungen, Herzrhythmusstörungen sowie seltener kardiopulmonaler und vaskulärer Erkrankungen.

„Das Spektrum reicht von der Pränataldiagnostik über interventionelle und chirurgische Verfahren bis hin zu innovativer Pharmakotherapie sowie Herz- und Lungentransplantation. Wir sind klinisch – sowohl qualitativ als auch quantitativ – bereits unter den Top 5 der Kinderherzzentren im deutschsprachigen Raum und werden zunehmend auch europaweit wahrgenommen“, erklärt Georg Hansmann. „Ein neuer Schwerpunkt soll mit dem geplanten interdisziplinären Zentrum für Pulmonale Hypertonie, Herzinsuffizienz und Transplantation entstehen, das die hochspezialisierte Versorgung von Neugeborenen bis zu jungen Erwachsenen weiter stärken soll und in dieser Form Alleinstellungsmerkmal hat.“

Forschung mit klarem translationalem Fokus

Parallel zum klinischen Ausbau wird in der Klinischen Abteilung für Pädiatrische Kardiologie erstmals ein Programm für Translationale Kardiovaskuläre Biomedizin etabliert. Es bündelt vier Forschungsfelder: regenerative Medizin, Immunmodulation und Transplantation, vaskuläre Biomedizin sowie angeborene Herzfehler. Ziel ist die Entwicklung neuer Therapieansätze für Erkrankungen, die bislang nicht oder nicht kurativ behandelbar sind. Als besonderer translationaler Schwerpunkt wird auch an regenerativen Strategien gearbeitet, darunter die Anwendung mesenchymaler Stammzellen aus der Nabelschnur.

Ausbildung und internationale Vernetzung

Auch in der Ausbildung sind strukturelle Neuerungen vorgesehen. Geplant sind strukturierte Fellowships, internationale Austauschprogramme für Clinician Scientists und eine frühe, longitudinale Einbindung von Medizinstudierenden in die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Darüber hinaus wird in der Universitätsklinik für Herz- und Thorakale Aortenchirurgie seit mehreren Jahren eine internationale Fellowship für Kinderherzchirurgie angeboten. Damit wird das Kinderherzzentrum Wien nicht nur in der Versorgung und Forschung, sondern auch als Ausbildungsstandort international sichtbar.

Internationale Erfahrung für den Standort Wien

Georg Hansmann studierte in Freiburg, Kapstadt und Basel und war an der Charité Berlin, am Deutschen Herzzentrum München sowie mehr als acht Jahre in den USA an der University of California San Francisco, Stanford und Harvard University klinisch und wissenschaftlich tätig. Am 8. Mai gibt er an der MedUni Wien seine Antrittsvorlesung.

Termine:

Symposium: Pulmonary Hypertension, Heart Failure and Transplantation – Advancing Patient Care
Diese internationale Fachveranstaltung gibt einen Überblick über die Themen pulmonale Hypertonie, Herzinsuffizienz sowie Herz- und Lungentransplantationen bei Kindern und Jugendlichen und wirft einen Blick in die Zukunft. In Kollaboration mit dem Comprehensive Center for Cardiovascular Medicine von MedUni Wien und AKH Wien.
Freitag, 8. Mai 2026, 8:00 – 15:00 Uhr
Hörsaalzentrum der MedUni Wien im Universitätsklinikum AKH Wien, Währinger Gürtel 18-20, 1090 Wien
https://kinder-jugendheilkunde.meduniwien.ac.at/kinderherzzentrum/symposium-kinderherzzentrum/

Antrittsvorlesung Georg Hansmann
Professur für Pädiatrische Kardiologie
"No cure" is not good enough – über neue, innovative Therapien in der Kinderherzmedizin
Freitag, 8. Mai 2026, 13:00 – 14:30 Uhr
Hörsaalzentrum der MedUni Wien im Universitätsklinikum AKH Wien, Währinger Gürtel 18-20, 1090 Wien
www.meduniwien.ac.at/antrittsvorlesungen

Kinderherzfest
Dieser Tag ist Patient:innen, ihren Familien, den Pflegekräften, Ärzt:innen sowie allen Mitarbeiter:innen gewidmet.
Samstag, 9. Mai 2026, 9:30 – 16:00 Uhr,
Van Swieten Saal und Hof, Van-Swieten-Gasse 1a, 1090 Wien
Keine Anmeldung erforderlich. Der Eintritt ist frei.
https://kinder-jugendheilkunde.meduniwien.ac.at/kinderherzzentrum/symposium-kinderherzzentrum/

Rückfragen & Kontakt

Medizinische Universität Wien
Mag. Johannes Angerer
Leiter Unternehmenskommunikation
Tel.: 01/ 40 160 11 501
E-Mail: [email protected]
Spitalgasse 23, 1090 Wien
www.meduniwien.ac.at/

Universitätsklinikum AKH Wien
Wiener Gesundheitsverbund
Karin Fehringer, MBA, MSc
Leiterin Informationszentrum und PR
Tel.: +43 1 404 00-12160
E-Mail: [email protected]
Währinger Gürtel 18-20, 1090 Wien
www.akhwien.at

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