- 29.04.2026, 09:53:32
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Samariterbund Wien: Armutsgefährdung steigt, Sozialmärkte werden auch für Junge und Studierende immer wichtiger
Aktuelle Statistik bestätigt beobachtete Entwicklung in Sozialmärkten – steigende Wohnkosten setzen junge Menschen massiv unter Druck
Die heute von der Statistik Austria veröffentlichte Armutsgefährdungsstatistik zeigt: 1.448.000 Menschen bzw. 16 Prozent der Bevölkerung in Österreich sind aktuell armutsgefährdet (2025: rund 1,29 Millionen bzw. 14,3 Prozent). Als armutsgefährdet gelten Personen mit einem Haushaltseinkommen unter der EU-definierten Armutsgefährdungsschwelle von 60 Prozent des Medianeinkommens. Für den Samariterbund Wien bestätigt sich damit eine Entwicklung, die in den Sozialmärkten bereits seit längerem sichtbar ist.
„Die aktuellen Zahlen spiegeln wider, was wir täglich erleben: Immer mehr Menschen geraten finanziell unter Druck. Besonders auffällig ist, dass zunehmend auch junge Menschen und Studierende unsere Unterstützung und unser Hilfsangebot in Anspruch nehmen“, so Benjamin Klemen, Leiter der Sozialmärkte beim Samariterbund Wien.
Studierende kämpfen mit steigenden Lebenshaltungskosten
Die kürzlich veröffentlichte Studierenden-Sozialerhebung 2025 unterstreicht, wie angespannt die finanzielle Situation vieler junger Menschen ist: Rund ein Viertel der Studierenden hat weiterhin mit starken finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Gleichzeitig geben Studierende durchschnittlich 586 Euro pro Monat für Wohnen aus – das entspricht etwa 38 Prozent ihres Gesamtbudgets.
Auch die langfristige Entwicklung ist alarmierend: Die Kosten in Studierendenheimen sind seit 2015 um 51 Prozent gestiegen. Zusätzlich arbeiten 68 Prozent der Studierenden neben dem Studium, im Schnitt 20,2 Stunden pro Woche – für 71 Prozent von diesen ist diese Erwerbsarbeit keine Wahl, sondern notwendig, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Diese Zahlen zeigen klar: Viele Studierende leben am finanziellen Limit. Wenn ein so großer Teil des Budgets für Wohnen aufgewendet werden muss, bleibt für Lebensmittel oft zu wenig übrig.
Die fünf Sozialmärkte des Samariterbundes Wien bieten einkommensschwachen Menschen Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs zu stark reduzierten Preisen – und werden zunehmend auch von Studierenden genutzt. Gerade angesichts steigender Lebenshaltungskosten ermöglichen die SOMAs, das Haushaltsbudget deutlich zu entlasten und finanziellen Spielraum zu schaffen. Lebensmittel, Hygieneartikel und Co. werden hier um rund zwei Drittel günstiger als in kommerziellen Supermärkten angeboten.
Neue Armutsgrenze erweitert Zugang
Mit der aktuellen Armutsgefährdungsschwelle – 1.806 Euro monatlich (21.668 Euro pro Jahr) für einen Einpersonenhaushalt (zuvor: rund 1.661 Euro) – werden auch die Einkommensgrenzen für die Einkaufsberechtigung in den SOMAs des Samariterbundes Wien angepasst.
„Die Anpassung der Einkommensgrenzen ist ein wichtiger Schritt, um die Realität steigender Kosten abzubilden. Auch für junge Menschen in Ausbildung ist es entscheidend, niederschwellige Unterstützungsangebote nutzen zu können“, so Oliver Löhlein, Geschäftsführer des Samariterbundes Wien. „Unsere Sozialmärkte sind wichtiger denn je.“
So können Sie unsere Sozialmärkte unterstützen
Ehrenamtliche Mitarbeit im Sozialmarkt:
Wir sind laufend auf der Suche nach ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen, die sich für unsere Sozialmärkte engagieren und ein Zeichen gegen Armut setzen. Helfen wir gemeinsam, Menschen in Not zu unterstützen.
Bei Interesse melden Sie sich bitte unter:
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