- 28.04.2026, 12:54:32
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FPÖ – Schmiedlechner/Fürtbauer/Kroismayr: „ÖVP lässt Bauern im Stich und ruiniert sie mit Ansage!“
Untätigkeit bei Herkunftskennzeichnung, Flut an Billigimporten und drohender EU-Beitritt der Ukraine zerstören heimische Landwirtschaft
Einen Monat nach dem lautstarken Hilfeschrei der österreichischen Bauernschaft im Rahmen der Großdemonstration in Wien zogen heute FPÖ-Landwirtschaftssprecher NAbg. Peter Schmiedlechner, FPÖ-KMU-Sprecher NAbg. Michael Fürtbauer und der Obmann der Freien Bauern Oberösterreich, DI Dr. Arthur Kroismayr, eine vernichtende Bilanz über die Politik der schwarz-rot-pinken Verlierer-Koalition. Von den Versprechen sei außer „Stillstand, Ausverkauf und ein beschleunigtes Bauernsterben nichts geblieben“.
Als Gastronom und KMU-Sprecher forderte NAbg. Michael Fürtbauer eine sofortige, unbürokratische Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie. „Der Gast hat das Recht zu wissen, woher das kommt, was auf seinem Teller ist und zwar sofort und ohne Kleingedrucktes! Unser Modell mit den drei einfachen Kategorien ‚Österreich‘, ‚EU‘ und ‚Drittstaaten‘ liegt auf dem Tisch und wäre für jeden Wirt umsetzbar.“ Fürtbauer skizzierte auch eine praxistaugliche „90-Prozent-Regel“, die Wirte bei Lieferengpässen Flexibilität ermögliche. Das Problem sei jedoch viel fundamentaler: „Wir importieren jährlich 93.000 Tonnen Hühnerfleisch und 33.000 Tonnen Putenfleisch. Der Selbstversorgungsgrad bei der Pute liegt bei nur mehr 51 Prozent, bei der Gans bei katastrophalen 38 Prozent. Wir machen mit immer strengeren Auflagen die heimische Produktion kaputt und importieren dann genau jene Produkte aus dem Ausland, die bei uns nicht mehr konkurrenzfähig hergestellt werden können.“
DI Dr. Arthur Kroismayr, Obmann der Freien Bauern Oberösterreich, untermauerte die dramatische Lage mit erschreckenden Zahlen zum Bauernsterben. Seit 1995 sei die Zahl der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe von 240.000 auf nur noch 150.000 gefallen. Er warf der Regierung gezielten Wortbruch vor: „Wir haben in den Regierungsverhandlungen 2025 ein unkompliziertes, günstiges und leicht umsetzbares Modell für die Herkunftskennzeichnung ausverhandelt. Sogar die ÖVP-Vertreter haben zugestimmt. Heute will der zuständige Minister davon nichts mehr wissen und spricht von einer europäischen Lösung, was in Wahrheit bedeutet, dass gar nichts passiert. Wer so handelt, lässt die Bauern im Stich und verhindert Transparenz für die Konsumenten.“ Kroismayr kritisierte zudem die „lebensfremde EU-Agrarpolitik“ wie den Green Deal, die unter dem „Mäntelchen des Umweltschutzes unsere nachhaltige Produktion zerstört und uns von internationalen Agrokonzernen abhängig macht.“
FPÖ-Landwirtschaftssprecher NAbg. Peter Schmiedlechner kritisierte das Totalversagen der Regierung und insbesondere der ÖVP als Bauernvertreter: „Fakt ist, wenn man es jetzt anschaut und rückwirkend betrachtet, es ist nichts passiert. Es wird fleißig weiter importiert, die Bauern werden schikaniert und kontrolliert und damit ruiniert, während der Konsument im Supermarkt bei jedem Einkauf abkassiert wird.“ Schmiedlechner warnte vor der massiven Bedrohung durch unkontrollierte Importe aus der Ukraine. „Dort sind 80 Prozent des Saatguts gentechnisch verändert, Käfigeier sind erlaubt – all das landet bei uns im Futtertrog und am Teller, ohne dass es jemand kontrolliert. Gleichzeitig gibt es von der ÖVP kein klares Bekenntnis gegen einen EU-Beitritt der Ukraine, im Gegenteil: Der Kanzler spricht von einem bedingungslosen Beitritt. Das wäre der endgültige Todesstoß für unsere heimische Landwirtschaft!“
Für die Freiheitlichen sei die Marschroute klar, so Schmiedlechner: „Wir fordern ein Verbot von Lebensmittelimporten, die nicht unseren Standards entsprechen, so wie es Frankreich vorzeigt. Die ÖVP kann sich nicht länger auf die EU ausreden.“ Es brauche einen echten Systemwechsel für eine starke, unabhängige und sichere Lebensmittelversorgung. „Lassen wir uns nicht auseinanderdividieren. Es ist höchste Zeit, dass wir gemeinsam schauen, dass wir diese Regierung zum Teufel jagen!“, so Schmiedlechner abschließend.
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