- 28.04.2026, 10:00:35
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FCG/GPA Jugend: Bei „Always On“ geht man irgendwann „off“
KI muss dem Menschen dienen, nicht umgekehrt
Die EZA Youth Conference von 8. - 12. April 2026 fand unter dem Motto „Always On“ statt. Junge Vertreter:innen aus Gewerkschaften, Arbeitnehmerorganisationen, sowie zivilgesellschaftlichen Initiativen aus ganz Europa kamen zusammen, um ein Thema zu diskutieren, das viele längst täglich spüren: Den Druck, ständig erreichbar zu sein.
Im Zentrum der Diskussionen stand eine Erkenntnis: so sehr die Digitalisierung den Alltag erleichtert und neue Möglichkeiten schafft, so bringt sie auch eine Kehrseite mit sich. „Permanente Erreichbarkeit, steigende Erwartungen und der unterschwellige Druck, immer reagieren zu müssen, führen zu einer Belastung, die viele bereits als neuen Normalzustand empfinden“, so Thomas Winter, Bundesvorsitzender der FCG/GPA Jugend und Christian Randecker, stellvertretender Bundesvorsitzender der FCG/GPA Jugend.
Besonders kritisch sehen die beiden, dass bestehende gesetzliche Regelungen, etwa zu Arbeitszeiten und Ruhephasen, zwar Großteils vorhanden sind, im Alltag jedoch oft nicht eingehalten werden. „Die technischen Möglichkeiten, immer online zu sein, lassen Grenzen zunehmend verschwimmen und verschieben schleichend das, was als „normal“ gilt“, so Winter.
Digitalisierung bewusst gestalten, statt sie aufzuhalten
„Die Konferenz hat deutlich gemacht, dass wir hier nicht von einem individuellen Problem sprechen. Es ist ein gesellschaftliches Thema. So hilfreich Digitalisierung ist, sie darf nicht dazu führen, dass permanente Erreichbarkeit selbstverständlich wird. Genau hier braucht es ein Umdenken“, bekräftigt Randecker. „Die Ergebnisse aus dem Experiment „3 Wochen ohne Smartphone“, welches zwischen 4. und 24. März 2026 an österreichischen Schulen durchgeführt wurde, untermauern dies deutlich! Der temporäre Verzicht auf das Smartphone machte sichtbar, dass ständige Erreichbarkeit und digitale Reize das Wohlbefinden und die Konzentration merklich beeinträchtigen können. Die Reduktion der dauerhaften Erreichbarkeit führte bei den teilnehmenden Schüler:innen zu mehr Ruhe, Fokus und direkter sozialer Interaktion“, ergänzt Winter.
„Die EZA Youth Conference zeigte damit klar: Die Herausforderung liegt nicht darin, Digitalisierung aufzuhalten, sondern sie bewusst zu gestalten. Damit sie den Menschen dient und nicht umgekehrt“, so die beiden Jugendvertreter abschließend.
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