- 22.04.2026, 16:38:32
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Gewerkschaft GPA sieht Forderung nach Teuerungsausgleich durch OeNB bestätigt
„Wenn Milliarden fließen, darf der Sparstift nicht bei den Beschäftigten angesetzt werden!“
Anlässlich des heute präsentierten Financial Stability Report der Österreichischen Nationalbank sieht sich die Gewerkschaft GPA in ihrer Forderung nach einem Inflationsausgleich für die rund 68.000 Beschäftigten des Finanzsektors bestätigt. Im Zuge der aktuellen Kollektivvertragsverhandlungen wird eine Abgeltung der Teuerungsrate seitens der Arbeitgeber bisher vehement abgelehnt.
„Die heutige Präsentation der Nationalbank bestätigt, dass gerade der Finanzsektor in der Lage ist, den Beschäftigten die Teuerung auszugleichen und damit einen wichtigen Beitrag zur Kaufkraftsicherung zu leisten“, betont Wolfgang Pischinger, Chefverhandler der Gewerkschaft GPA und Zentralbetriebsrat der OBERBANK. „Über elf Milliarden Euro Gewinn fallen nicht einfach vom Himmel. Dahinter steht der tägliche Einsatz und die Leistung aller Kolleginnen und Kollegen“, so Pischinger weiter. „Folglich erwarten wir uns ganz klar aus sozialen, aber auch wirtschaftlichen Erwägungen den Beschäftigten die Teuerungsrate abzugelten“, argumentiert der Gewerkschafter.
„Wenn Milliarden fließen und der Erfolg der Branche medial und bei jeder Hauptversammlung gefeiert wird, während bei den Beschäftigten der Sparstift angesetzt wird, hat das nichts mehr mit Vernunft zu tun. Das ist eine völlige Missachtung jener, die diesen Erfolg überhaupt möglich machen“, betont Anita Palkovich, Verhandlerin der Gewerkschaft GPA. „Die Arbeitgeber müssen endlich aufhören, ihre Augen vor der Realität zu verschließen und entlang der wirtschaftlichen Begebenheiten der eigenen Branche agieren“, appelliert Palkovich. „Es ist inakzeptabel, dass Dividenden in schwindelerregenden Höhen ausgezahlt werden, während die Kolleginnen und Kollegen mit der Teuerung allein gelassen werden. Das wichtigste Asset der Finanzbranche bleiben ihre Beschäftigten, das sollte auch den Arbeitgebern bewusst sein“, so Palkovich abschließend.
Die sechste Verhandlungsrunde findet am 4. Mai statt. Morgen starten österreichweit Betriebsversammlungen in der Branche. Sollte es auch in der nächsten Verhandlungsrunde zu keiner Einigung kommen, werden Kampfmaßnahmen bis hin zu ersten Warnstreiks seitens der Gewerkschaft GPA nicht mehr ausgeschlossen.
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Gewerkschaft GPA - Öffentlichkeitsarbeit
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