- 22.04.2026, 12:56:38
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DÖW startet Kulturprogramm am Otto-Wagner-Areal
Das vielfältige Programm des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes startet am 30. April mit der Ausstellung „Partizan*ke Art“ über die Kunst des Widerstandes.
Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) wird in den kommenden Jahren auf das Otto-Wagner-Areal (OWA) übersiedeln, schon jetzt bietet es an dem Standort ein vielseitiges Kulturprogramm an. Die Neuauflage der Reihe „Immer Wider Stand“ beinhaltet Ausstellungen, Buchpräsentationen, Diskussionen, Filmscreenings, Workshops und mehr. „Mit der Reihe wollen wir uns an unserem künftigen Standort vorstellen. Sie zeigt die vielfältigen Themen unserer Arbeit, und ist eine Einladung, mit uns ins Gespräch zu kommen“, sagt DÖW-Leiter Andreas Kranebitter.
Neu sei die Präsenz des DÖW am Otto-Wagner-Areal jedoch nicht, schließlich betreibt es dort seit mehr als 20 Jahren Ausstellungen über die nationalsozialistischen Medizinverbrechen in der ehemaligen „Heil- und Pflegeangstalt am Steinhof“. Zudem bietet das DÖW monatliche kostenlose Ausstellungsführungen und Geländerundgänge zur Geschichte des Areals an. „Der Ort hat eine große historische Bedeutung, die weit über die Jugendstilarchitektur hinausgeht“, sagt Kranebitter. „Uns ist ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Otto-Wagner-Areal sehr wichtig. Wir haben in Vorbereitung auf unseren Umzug zusätzliche Flächen in Pavillon V gemietet, den wir Kooperationspartner*innen für Ausstellungen zur Verfügung stellen.“
Den Anfang macht die Ausstellung „Partizan*ke Art“, sie handelt von der Kunst der Partisaninnen in Jugoslawien und Kärnten/Koroška, die gegen den Nationalsozialismus kämpften. „In einer Zeit, in der alte und neue Formen des Rechtsextremismus überall auf der Welt Auftrieb erhalten, erscheint es unabdingbar, den Blick auf historische genauso wie auf gegenwärtige Alltags- und Kuntspraxen des Widerstands zu richten“, sagt Elena Messner vom Kurator*innenkollektiv „Partizan*ke Art“. „Die Erinnerung daran wachzuhalten, dass der Kampf gegen die Nazis und ihre Kollaborateure in Jugoslawien und Kärnten/Koroška erfolgreich war, heißt auch, sich zu vergegenwärtigen, dass er multikonfessionell, multiethnisch, transnational, geschlechter- und schichtenübergreifend war – und Kultur ein integraler Bestandteil davon blieb.“
Die Ausstellung ist von 2. Mai bis 28. November zu sehen, eröffnet wird sie schon am 30. April um 19.00 Uhr. An der Eröffnung nimmt neben Vertreter*innen des DÖW und von Partizan*ke Art auch Nikolaj Orasche vom Verband der Kärntner Partisan*innen teil, der „HOR 29. novembar“ begleitet musikalisch. Der Eintritt ist ebenso wie bei allen anderen Angeboten der Reihe „Immer Wider Stand“ frei.
Zum weiteren Programm gehören unter anderem eine Podiumsdiskussion zum Rechtsextremismus am 13. Juni, das gemeinsam mit dem Volxkino veranstaltete Screening des neorealistischen Klassikers „Rom, offene Stadt“ am 1. August, die Buchpräsentation „Lesezeichen zur Zeitgeschichte“ mit Anita Haviv-Horiner, Helene Maimann, Douglas McKnight und Julia Stolba am 4. September sowie die Finissage von „Partizan*ke Art“ am 27. November.
Weiterführende Informationen und weitere Programmpunkte finden sich auf: https://doew.at/immer-wider-stand
Details zur Ausstellung auf: https://partizanke-art.jimdosite.com/
Rückfragen & Kontakt
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes
Jakob Rosenberg
Telefon: +42 1 228 94 69 /201
E-Mail: [email protected]
Website: https://doew.at
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