• 22.04.2026, 12:20:03
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Junge Wirtschaft: Vorsorgekassen-Reform ist erster Schritt, strukturelle Entlastung muss folgen

Mehr Spielraum bei der Veranlagung ist zwar zu begrüßen, aber ohne umfassende Pensionsreformen bleibt der Druck auf Budget hoch

Wien (OTS) - 

Die heute im Ministerrat beschlossene Reform der Vorsorgekassen ist aus Sicht der Jungen Wirtschaft (JW) ein erster Schritt, um das Pensionssystem zukunftsfitter zu gestalten - insgesamt greift der Vorschlag aber zu kurz. Für Jungunternehmen, die jeden Euro in Innovation, Beschäftigung und Wachstum investieren, bleibt die erhoffte Entlastung aus. „Die Reform geht in die richtige Richtung, bleibt aber zu vorsichtig. Erst wenn das gesetzliche Pensionssystem reformiert wird, entsteht der dringend notwendige Spielraum für Entlastung und mehr wirtschaftliche Dynamik am Standort“, betont Verena Eugster, Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft.

Aus Sicht der Jungen Wirtschaft braucht es hier einen klaren Kurswechsel: Die demografische Entwicklung treibt die Finanzierung der Pensionen seit Jahren nach oben. Allein dieses Jahr fließt ein Viertel des gesamten staatlichen Budgets in die Bezuschussung des Pensionssystem. Das hat direkte Folgen für heimische Jungunternehmer:innen: Steigende Budgetbelastungen treiben die Schulden nach oben, verhindern die Senkung der Lohnnebenkosten und schränken den Investitionsspielraum junger Unternehmen ein.

„Die Reform des gesetzlichen Pensionssystems ist der größte Hebel für eine breite Entlastung unserer Jungunternehmen. Wir brauchen endlich ein flexibleres und intelligent ausgestaltetes Modell, das das Pensionsantrittsalter an die steigende Lebenserwartung koppelt“, so Eugster.

Auch bei der privaten Vorsorge sind weitere Maßnahmen notwendig. „Wir brauchen einfache und steuerlich attraktive Modelle für langfristige Veranlagung, etwa durch die Wiedereinführung einer KESt-Behaltefrist. Das belebt den Kapitalmarkt, fördert langfristige Investitionen und entlastet gleichzeitig das Pensionssystem“, betont Lukas Sprenger, Bundesgeschäftsführer der Jungen Wirtschaft.

Für die Junge Wirtschaft braucht es nachhaltige Reformen entlang des gesamten Pensionssystems, von der staatlichen Pension bis zur privaten Vorsorge. Nur so lassen sich Kosten bremsen, Wachstum sichern und der Standort langfristig stärken. (PWK170/EL)

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